828 Zweihundert und einunddrcißigftc Uacht.
Der Erste, der sich nun dazu erbot, war ein Sterndeuter oder Zauberer, und derKönig ließ ihn durch einen Diener zur Prinzessin führen. Als der Sterndeuter inBedurs Zimmer trat und die Ketten an ihrem Hals, an ihren Händen und Füßenerblickte, glaubte er nicht anders, als daß sie in der That wahnsinnig scy. Er zogaus seinem Sack unter dem Arme, neben verschiedenen andern Geräthschaften, kupferneGefäße, Blei und Papier, zündete Feuer an, streute Weihrauch darauf, spielte dieMandoline und machte alle mögliche sonderbare Geberden.
Die Prinzessin von China fragte, was alle diese Anstalten bedeuten. „Prinzessin,"antwortete der Sterndeuter, „sie dienen dazu, den bösen Geist zu beschwören, vonwelchem du besessen bist. Ich will ihn in eine von diesen kupfernen Büchsen sperren,sie mit Blei verschließen und in das Meer werfen, wo es am tiefsten ist."
„Verfluchter Sterngucker!" rief die Prinzessin aus; „wisse, daß es deiner Alfanzereiennicht bedarf, daß ich meinen gesunden Verstand habe, du selber aber ein Unsinnigerbist. Wenn deine Macht so weit reicht, so zaubere mir nur den her, den ich liebe:das ist der beste Dienst, den du mir leisten kannst." Bei diesen Worten fing diePrinzessin an zu weinen, und der Sterndeuter sagte zu ihr: „Wenn es sich so verhält,Gebieterin, dann habe ich hier nichts zu thun; wende dich an deinen Vater: der undnicht ich kann dir verschaffen, was du begehrst." Hierauf packte er seine Geräthschaften