Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
822
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822 Zweihundert und dreißigste "Nacht.

Der König Schah Seman billigte diesen Rath, begab sich mit dem Prinzen indas Schloß, zu welchem eine fünfhundert Ellen lange Brücke führte, und verließ ihnnur an den beiden Tagen, welche für die Besorgung der Staatsgcschäfte bestimmt waren. !Die übrige Zeit brachte er an dem Bette Kamr essamans zu, der wenig undschlief und bald sehr mager und blaß wurde.

Während dies in der Hauptstadt des Königs Schah Seman vorging, hatten diebeiden Geister Dahnesch und Kasch lasch die Prinzessin von China in ihren Palastzurückgcbracht und wieder auf's Bett gelegt.

Am Morgen beim Erwachen setzte sich die Prinzessin aufrecht und blickte rechts undlinks; als sie aber ihren Geliebten nicht fand, gerietst sie in die äußerste Unruhe undrief ihren Sklavinnen mit so lauter Stimme, daß diese schleunig herbeiliefen und ihrBett umgaben. Die Aelteste von ihnen näherte sich und fragte:Meine Gebieterin,was ist dir geschehen?"

Sage mir," sprach die Prinzessin,wo ist der Jüngling hingekommen, den ichvon ganzem Herzen liebe, und der diese Nacht bei mir geschlafen hat?"

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Gebieterin!" antwortete die Alte in höchstem Erstaunen,was soll diese Redebedeuten? wir verstehen dich nicht."

Wisset," fuhr die Prinzessin fort,der schönste und liebenswürdigste Jüngling, denman sich nur denken kann, hat diese Nacht bei mir geschlafen, und ich habe ihn vomAbend bis zum Morgen in meinen Armen gehalten. Ich frage euch: wo ist er?"