Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
817
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Zweihundert und neunundzwanzigste Nacht. >^17

schlang denselben um seine Hand und zerarbeitete den Unglücklichen so lange mitSchlägen, als cs seine Kräfte zuließen.

Der Vezier ertrug geduldig diese unwürdige Behandlung aus Achtung vor dem Sohneseines Herrn und Königs. Sobald er sich von dem ersten Schreck erholt hatte, dachteer bei sich selber:Da bin ich nun in demselben Falle, wie der Sklave, und ich darfvon Glück sagen, wenn ich so, wie er, einer so großen Gefahr entgehe." Mitten unterden Schlägen rief er dem Prinzen zu:Ich flehe dich an, mein Herr, mir nur einenAugenblick Gehör zu schenken!" Der Prinz, endlich ermüdet vom Schlagen, ließ ihn losund befahl ihm zu reden.

Ich bekenne dir," sagte nun der Vezier mit Verstellung,daß etwas an deinerVermuthung ist. Allein es ist dir nicht unbekannt, daß ein Diener thun muß, was derKönig, sein Herr, befiehlt. Wenn du die Güte hast, es mir zu erlauben, so will ichsogleich hingehen und ihm jeden Auftrag ausrichtcn, den du mir an ihn gibst."Ich erlaube es dir," entgeguete der Prinz;geh' und sage ihm, daß ich das Mädchenheirathen will, das er mir geschickt oder gebracht hat. Mache geschwind und bringe mirdie Antwort."

Der Vezier hörte kaum die Worte, als er sich auf den Weg machte, und zwar soschnell, daß er über die Schleppe seines Kaftans stolperte. Er glaubte sich nicht eher inSicherheit, als bis er aus dem Thurme war und die Thüre hinter dem Prinzenverschlossen hatte.

Tausend und eine Nackt, i

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