818 Lilicihundert und ncunundznnrnzigstc Nacht.
Er erschien vor dem Könige Schah Sem an mit einer Niedergeschlagenheit, welchediesen zum Voraus nichts Gutes ahnen ließ. „Nun," fragte der König, „was bringstdu?" — „Herr," antwortete der Vezier, „was der Sklave berichtet hat, ist nur zuwahr. Dein Sohn ist wirklich wahnsinnig." Hierauf erzählte er ihm seine Unterhaltungmit dem Prinzen, wie derselbe in Zorn gcrathcn sep, sobald er cs gewagt, ihm dieUnmöglichkeit vorzustcllen, daß das Mädchen, von welchem er spreche, bei ihm geschlafenhabe; welche Mißhandlung er von ihm erlitten, und welcher List er sich bedient habe,um seinen Händen zu entkommen.
Schah Seman, um so bekümmerter, weil er den Prinzen stets zärtlich liebte, sagteunwillig zu dem Vezier: „Daran ist der Rath schuldig, den du mir gegeben hast! BeiGott, wenn meinem Sohn etwas widerfahren ist, so lasse ich dir den Kopf abschlagenund Alles wegnehmcn, was du besitzest!" Hierauf erhob er sich und machte sich aufden Weg nach dem Thurmc, um sich selbst von der Wahrheit zu überzeugen. Der Vezierbegleitete ibu.