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Zweihundert und acht undzwanzigste Nacht.
als jemals sepn solltest? Oder ist es vielleicht Veranstaltung von meinem erzürntenVater, daß du mich auf die Probe stellen und dich nicht erwecken lassen willst?" Aberder Jüngling erwachte nicht, und ihre Ungeduld ward immer heftiger. Sie verschlangseine Gestalt mit Blicken, welche tausendfachen Schmerz, in ihrem Busen zurückließen.Endlich ergriff sie -seine Hand, und indem sie dieselbe zärtlich küßte, bemerkte sie denRing an seinem Finger. Sie erkannte ihn sogleich als den ihrigen und fand, daß sieeinen andern dafür trug. Da seufzte sie tief auf und sagte: „Wehe dir, was verstellstdu dich so? Gewiß hast du gewacht, während ich . schlief, und hast die Ringeausgctauscht. Du hast mich vielleicht sogar geküßt, und —.0 Gott! Ja, diesenRing muß ich behalte», und den ineinigen nehme ich nicht zurück. Es mag geschehensepn, was da will, diesen Tausch sehe ich au als ein sicheres Zeichen unsererVermählung." Müde der vergeblichen Mühe, welche sie sich gab, ihn zu wecken, undversichert, wie sie wähnte, daß er ihr nicht entgehen würde, küßte sic ihn zwischendie Augen, auf die Wangen und aus den Mund, öffnete dann seinen Hemdkragenund drückte ihre Lippen lange auf seinen Hals; zuletzt streckte sie sich neben ihn hin,legte eine Hand unter, die andere über ihn, und in dieser Umarmung schlief siewieder ein.
Als Maimuna sah, daß sie, ohne Furcht, .die Prinzessin von China zu wecken,sprechen konnte, sagte sie zu Dahnesch: „Nun, du Verfluchter! hast du's gesehen? bistdu nun überzeugt, daß deine Prinzessin nicht so schön ist, als mein Prinz? Geh', ichwill dir die Wette, die du an mich verloren hast, schenken. Ein ander Mal glaube mir,wenn ich dich etwas versichere." Und indem sie sich zu Kaschkasch wandte, fügte siehinzu: „Was dich betrifft, so danke ich dir. Geh' mit Dahnesch und hilf ihm diePrinzessin in ihr Bett zurücktragen, wohin er dich weisen wird."
Kaschkasch gehorchte, und die beiden Geister flogen mit dem Mädchen nach ihrerHeimath, wo dann jeder seines Weges ging; Maimuna entfernte sich gleichfalls, umbis zum Anbruch des Tages ihre weitern Zwecke zu verfolgen.