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1 (1838)
Entstehung
Seite
811
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Zweihundert und »chtuiidzmaiizigste Rucht. 811

den Rücken zugekehrt und ist wieder eingcschlafcn." Dahlie sch erwiderte:Ich habeAlles gesehen und bewundere die Selbstbeherrschung deines Schützlings; aber frohlockenicht zu früh: uoch ist erst die Hälfte der Probe vorüber. Wir wolle» sehen, wie sichmeine Prinzessin benimmt."

Kaschkasch verwandelte sich wieder in einen Floh, sprang hin und stach diePrinzessin unter die Lippe. Sie wachte aus und richtete sich empor', und als sie dieAugen öffnete, war sie sehr erstaunt, sich neben einem Mann liegen zu sehen.Wehe!"rief sie,wie wird es meiner Ehre ergehen!" Doch bald verwandelte sich ihr Erstaunen ^in Bewunderung, als sie bei näherer Betrachtung sah, daß es ein so wohlgebildeter ^Jüngling war. Augenbrauen, wie sie kein Mädchen hatte, wölbten sich über den ^seidenen Wimpern, den kleinen Mund mit den zarten rothcn Lippen umspielte das ^Lächeln eines lieblichen Traumes, und die Farbe der Wangen glich dem frische» Anflug leines Apfels, der gegen die Mittagssonne gekehrt ist. Kurz, es ließen sich die Wortedes Dichters auf ihn anwenden: ' .

Man brachte die Schönheit selbst, daß sic sich »nt ihm messe, und sic l

beugte beschämt ihr Haupt vor ihm; j

Man fragte sic: Hast du je so etwas gesehen? und sie antwortete: Nein, !

ciu solcher Anblick ist mir noch nie zu Thcil geworden." !

Wie!" rief die Prinzessin aus, indem ihre stumme Bewunderung in laute Freudeüberging,bist du es, den der König, mein Vater, mir zum Gemähte bestimmt hat?Es thut mir sehr leid, das nicht gewußt zu haben: ich hätte ihn nicht gegen michaufgebracht und dich nicht abgcwiesen, den ich mich nicht enthalten kann von ganzemHerzen zu lieben. Wach' ans, wach' auf, mein Geliebter! und ergötze dich au meinenReizen! Es steht einem Bräutigam nicht fein, in der Brantnacht so viel zu schlafen." ^Indem sie dieses sprach, faßte sie den Prinzen Kamr essaman beim Arm undschüttelte ihn so stark, daß er aufgewacht wäre, wenn die Fee Maimuna nicht indiesem Augenblick ihn durch ihre Bezauberung in einen noch tieferen Schlaf versenkt !hätte. Die Prinzessin schüttelte ihn auf diese Weise zu wiederholten Malen, und als !sic sah, daß er nicht aufwachte, fuhr sie fort:Ei, was ist dir den» zugestoßen, meinGeliebter? Ich beschwöre dich bei meinem Leben, erwache doch, daß wir uns freuen! ^Oeffne deine Augen mnd sieh' meine Narcissen: sie blühen für dich! Fühle meine Lippen:sie glühen deinem Kuß entgegen! Sollte ein auf unser Glück neidischer Nebenbuhler ldich behext und in diesen unüberwindlichen Schlaf versenkt haben, setzt, wo du munterer j

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-E. ^