Zweihundert und zweiundzniaiizigste Nacht. 777
so gut und mache dich bereit: dem, du hast nicht mehr Zeit übrig, als der König braucht,um auszustcben und sein Gefickt an, offenen Fenster zu zeigen."
Da sprach der unglückliche Nureddin, indem er das Haupt zur Rechten und zurLinken drehte und sich unter der versammelten Menge rings nmsah:
„Schon sch' ich den Henker, das Schwert und die Matte bereit und raseWehe über meine Schmach, über die Größe meines Elends!
„Ist Einer unter euch, der Mitleid mit mir fühlt, o so zeige er mir's undantworte auf meinen Jammerruf!
„Mein Leben schwindet dahin, sobald die Uhr meines Schicksals abgelausen ist.
„Erbarmt sich Jemand meiner, so verdien' er Gottes Lohn und erlcichtrcmeine Qual mit einem Trünke Wassers, um meinen Durst zu löschen!"
Man brachte sogleich ein Gefäß mit Wasser, welches man von Hand zu Hand biszu dem Scharfrichter gehen ließ, der Nureddin zu trinken reichen wollte. Allein derVezier Muin erhob sich voll Zorn über diese Verzögerung, zerschlug das Gefäß undrief dem Scharfrichter zu: „Was zauderst du? Hau' zu!"
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