Zweihundert und neunzehnte Nacht. 745
zwar wieder Einwendungen und behauptete, nicht mehr trinken zu können, nahm aberendlich auch die zweite Schale und trank sie aus. Noch weniger Mühe kostete es, ihnzu der dritten zu bewegen; ja, er trank zuletzt die vierte, wobei Nu red diu that, alswenn er aus dem Schlaf erwachte.
Er richtete sich auf, sah dem Alten lachend in's Gesicht und sagte: „Ei, ei, ScheichIbrahim, was ist das? Hast du mir nicht gesagt, du habest seit deinem dreizehnten !Jahre nichts Aehnliches gethan, und jetzt trinkst du doch?" !
Scheich Ibrahim setzte mitten im Trinken ab und war zuerst nicht wenig !erschrocken, sich so ertappt zu sehen. Die Röthe stieg ihm in's Gesicht; doch bald faßteer sich, nahm die Schale wieder an den Mund und trank den Rest vollends aus.Nachdem er dies gethan, sagte er lächelnd: „Herr! wenn es Sünde ist, was ich gethanhabe, so fällt sie nicht auf mich, sondern auf deine Frau: wie vermöchte man ihremZuspruch und ihren Reizen zu widerstehen!" ^
Die schöne Perserin, welche sich mit Nureddin verstand, nahm Scheich !Ibrahims Partie und sagte zu ihm: „Laß ihn reden, Scheich Ibrahim, und thue 'dir keinen Zwang an; fahre fort, mit uns zu trinken, und sey fröhlich."
Nureddin lachte beistimmend, während ihm Anis Aldjalis in's Ohr flüsterte:„Trinke nur und sprich Scheich Ibrahim nicht zu! Laß mich dafür sorgen: der Alte
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