Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Lweihun-ert und sechzehnte Nacht.

Sch eh er seid erzählte weiter: Der Vezier Muin fuhr in seinem Liigenbericht alsofort:Nureddin sah mir frech in's Gesicht und sprach zu mir: Nichtswürdiger Alter!lieber wollte ich meine Sklavin an eine» Juden oder Christen verschenken, als sie an dichverkaufen! Aber, Nureddi», fuhr ich fort, ohne mich zu erhitzen, obwohl ich Ursachegenug dazu gehabt hätte, du bedenkst nicht, daß du durch solche Reden den Königbeleidigst, der doch deinen Vater zu dem gemacht hat, was er war, so wie er mich zudem gemacht hat, was ich bin. Diese Vorstellung, welche ihn hätte besänftigen sollen,reizte ihn nur noch mehr: er stürzte sogleich wie ein Rasender auf mich los, und, ohneeinige Rücksicht für mein Alter, noch weniger für meine Würde, riß er mich von meinemPferde herunter, schlug mich, solang es ihm gefiel, und versetzte mich in den Zustand,worin du mich hier siebst. Ich flehe dich nun an, zu erwägen, daß ich um deinetwilleneine so abscheuliche Beschimpfung erlitten habe.".

Mir Liesen Worten warf sich der Vezier auf den Boden, als ob er von seinenSchmerzen überwältigt würde, weinte und zitterte und geberdete sich, wie wenn er dieBcfuiuung verlöre und ohnmächtig würde.

Der König, durch die trugvolle Darstellung Muins getäuscht und gegen Nureddi»eingenommen, ergrimmte in seinem Innersten. Der Schweiß des Zornes stand zwischenseinen Augenbrauen, und eine flammende Röthe überzog sein ganzes Gesicht. Nur

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