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1 (1838)
Entstehung
Seite
713
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Zweihundert und vierzehnte II acht.

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Es entstand eine kleine Pause, in welcher der Vezier that, als wenn er wartete, obihn Jemand überbielen würde. Aber Alles blieb stumm. Hadschi Hassan wußte ^nicht, was er thnn sollte. Er gedachte des Versprechens, das er Nureddin gegeben ^

hatte, Alles anzuwenden, um die schöne Perserin für den höchstmöglichen Preis an !

!

Mann zu bringen; der Handel war im besten Gange gewesen; die Kaufleute hatten selbstdie Hand geboten, um einen vorthcilhaftcn Kauf zu Stande zu bringen; und jetzt solltesein kluges Verfahren durch einen Gcwaltstreich zu Schanden werden, und der verhaßteVezier um ein Spottgeld die Sklavin erhalten, um welche er wenigstens das Doppeltezu lösen sich getraut hatte? Während er noch unschlüssig dastand, warf ihm plötzlichMuin, dem cs zu lang dauerte, einen grimmigen Blick zu und schnaubte ihn an:Wehe dir! was besinnst du dich? Geh' zu dem Verkäufer und schließe den Handel mitihm ab. Viertausend Dinar sind geboten, und um diesen Preis bin ich Käufer." ^Hadschi Hassan beeilte sich, die Thüre des Gemaches zu verschließen, bat denVezier, eine kleine Weile Geduld zu haben, und ging hin, sich mit Nureddin darüberzu besprechen. Unterwegs sann er auf ein Mittel, den unrechtmäßigen Handel zuHintertreiben, wozu er einen doppelten Grund hatte: sür's Erste dauerte ihn Nureddin,dem er anfangs so viel Hoffnung auf einen ansehnlichen Erlös gemacht hatte, und für'SZweite hätte er die Sklavin gern jedem Andern gegönnt, nur nicht dem gewaltthätigenVezier, dessen schlimme Absichten er halb und halb durchschaute. Nachdem er zuNureddin gekommen war, nahm er ihn bei Seite und sagte zu ihm:Herr! es thutmir leid, daß ich dir eine üble Nachricht bringen muß: deine Sklavin soll um einSpvttgcld verkauft werden."Wie so?" fragte Nureddin.Herr!" fuhrHadschi Hassan fort,die Sache war anfangs im besten Zuge: sobald die Kaufleutedeine Sklavin gesehen hatten, ermächtigten sic mich ohne Umstände, sie für viertausendDinar auszubictcn. Ich rief sie auch für diesen Preis aus, und die Kaufleutc gingeneben unter sich zu Rath, wie hoch sie einander steigern wollten, als der Vezier Muindazu kam. Du kennst das trotzige Verfahren dieses Mannes bei jeder Gelegenheit, so

wie seinen schmutzigen Geiz. Kaum hatte er mich ausrufen hören, als er sich in den

! Handel mischte und die Sklavin zu sehen verlangte. Sie gefiel ihm, und überdies habeich starke Vermuthung, daß ihn »och etwas Anderes bewog, sich sogleich als Käuferdarzustellcn. Wenn mich nämlich nicht Alles trügt, so weiß er, daß die schöne Perserindir gehört. In den Winkeln seiner heimtückischen Augen lauerte Bosheit und Nachsucht.

Allein was sollte ich thun? Seine Gegenwart stopfte den Kaufleuten den Mund, die >

ich schon geneigt sah, die Sklavin bis zu demselben Preise hinaufzutreiben, um welchen,