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1 (1838)
Entstehung
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Fiveiliundert und neunte llncht. 685

zu einem glücklichen Ausgang zu führen. Endlich gab ihre Klugheit ihr ein Mittel an dieHand, von dem sie hoffte, daß es seine Wirkung nicht verfehlen würde, und nachdemsie über die Art und Weise, cs dem Vezier, ihrem Gemahl, bcizubringen, in's Klaregekommen war, faßte sie sich ein Herz und sprach eines Tages zu ihm:Mein Herrund Gemahl, ich habe es bisher nicht gewagt, mit dir von deinem Sohne zu sprechen.Ich sah, daß du fortwährend auf ihn zürnest, und glaubte es der Zeit überlassen zumüssen, deinen gerechten Unwillen zu mildern. Allein es sind zwei Monate vergangen,seitdem du ihn mit keinem Auge gesehen, und noch beobachtest du das finstere Stillschweigen,das ihn aus deinem Anblick verbannt. Ich bitte dich daher um die Erlaubniß, dich zufragen, was du mit ihm zu machen gedenkst: denn so kann und darf es nicht bleiben.Es ist wahr, kein Sohn kann schuldiger gegen einen Vater seyn, als Nureddin esgegen dich ist. Er hat dich der großen Ehre und Genugthuung beraubt, dem Königeine so vollkommene Sklavin, wie die schöne Perserin, darzubringen: Anis Aldjalis! ist für deine Zwecke, ich gestehe es, durch Nureddinö Schuld verloren; aber was^ ist nach dem Allen deine Absicht mit ihm? willst du mit der Sklavin auch deinen Sohn

! verlieren? willst du ihn umbringen? Anstatt eines Unglücks, woran du nicht mehr

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denken solltest, würdest du dir eiu anderes, viel größeres zuziehen, woran du vielleichtnicht denkst. Erlaube mir, daß ich zu deinem eigenen und unser Aller Wohl dich aufdie Gefahr aufmerksam mache, in welche dich das fernere Beharren in dem gegenNureddin von dir beobachteten Benehmen stürzen würde. Fürchtest du nicht, daß dieböse Welt bei der Nachforschung, warum dein Sohn vor dir flieht, die wahre Ursacheerrathe, welche du so verborgen halten willst? Und wenn man dem eigentlichenZusammenhang der Sache aus den Grund kommt, würde dadurch nicht gerade das

Unglück über dich und dein Haus heraufgeführt, welches du so angelegentlich zu

vermeiden strebst?"

Liebe Frau," erwiderte der Vezier,was du da sagst, ist verständig; aber ichkann mich nicht entschließen, Nureddin zu verzeihen, ohne ihn bestraft zu habe», wieer es verdient."

Das soll er auch werden," versetzte die Frau,und ich denke, seine Strafe wird

nicht zu leicht sepn, wenn du thust, was mir eben einfällt. Dein Sohn kommt jede

Nacht zu Hause, wenn du schon in deinem Schlafgemache bist; er schläft hier und gehtwieder aus, ehe du aufgestanden bist. Warte heute Abend auf ihn, bis er kommt;sobald er zur Thüre hereintritt, ergreif' ihn und thue, als ob du ihn tödten wolltest.Ich eile dann herbei, reiße ihn von dir los und bitte für ihn um Gnade und Verzeihung.