Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Zweihundert und nennte Nacht.

Schehersad erzählte weiter: Als er keine Antwort erhielt, erstaunte Badhladdinnoch mehr, und sein Blick verfinsterte sich. Mit strenger Miene trat er vor seine Frauund sagte zu ihr:Ich verlange durchaus, daß du mir erklärest, was ihr zu weinenhabt, und daß du mir die Wahrheit sagest."

Die trostlose Frau sah die Wolke des Zornes auf der Stirne des Veziers sich immerdrohender zusammenziehen, und da sie bedachte, daß er den Hergang doch einmalerfahren müsse, so zögerte sie nicht länger, sein Verlangen zu befriedigen. Doch schienes ihr nicht unnöthig, einige Vorsicht zu gebrauchen, weßwegen sie also begann:Ichwerde dir nichts erzählen, du habest mir denn geschworen, Alles, was ich dir sagenwerde, ruhig anzuhören und es mich nicht entgelten zu lassen: ich versichere dichzum voraus, daß ich nicht Schuld daran habe." Wie sie zu bemerken glaubte, daßBadhladdin durch diesen Eingang sich bestimmen ließ, bei ihrer Erzählung dieFassung nicht zu verlieren, so fuhr sie, ohne seine Antwort abzuwarten, fort:Währendich mit meinen Frauen im Bade war, ist dein Sohn gekommen und hat diese unglücklicheZeit benutzt, um der schönen Perserin einzubilden, daß du sie nicht mehr dem Königegeben wollest, sondern ihm ein Geschenk mit ihr gemacht habest. Anis Aldjälis hatdieser argen Vorspiegelung Glauben geschenkt und in sein ungestümes Begehren gewilligt.