Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
650
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650 Zweihundert und zweite Nacht.

Nachdem die Räuber sich entfernt hatten, sagte Ali zu dem Juwelier:Was sagst

du zu unserem eben bestandenen Abenteuer? Was sollen wir jetzt anfangcn? Außer demnackten Leben haben uns die Schurken nichts gelassen! Hätte ich Thor den Tod nicht inBagdad erwarten können, wo er mir, so schreckhaft er auch hätte sepn mögen, durchdas Bewußtsein ihrer Nähe versüßt worden wäre?"

Nur Gott kann hier helfen," erwiderte der Juwelier;es ist ein Fingerzeig vonihm; ergeben wir uns ohne Murren in unser Schicksal und betrachten wir es alseine Prüfung unscrs Lebens. Doch wollen wir hier an diesem gefährlichen Ortenicht länger verweilen, cs möchte sonst die Räuber gereuen, uns das Leben gelassen zu! haben, und sie zurückkehren, um uns dessen auch vollends zu berauben; laßt uns denSchutz mitleidiger Menschen aufsuchen und ihren Beistand anflehcn." Ali rief hieraufaus:Hier will ich sterbe»! Vielleicht, während wir noch mit einander sprechen, weilt

sie schon nicht mehr unter den Lebenden; und ich sollte leben, da sie nimmer ist!Nimmermehr!" Er würde in diesem Augenblicke Hand an sich gelegt haben, hättendie Räuber sic nicht aller Waffen beraubt. Dem Juwelier gelang cs endlich, durchanhaltendes Zusprechen ihn einigermaßen zu beruhigen und ihn zu bewegen, ihren Wegzu Fuße fortzusetzc». Sie gingen in der Nacht fort, bis sie eine offene Moschee erblickten,in welche sic eintraten und den Nest der Nacht in einer Ecke zubrachten. Am folgendenMorgen kam endlich ein Mann herein, um sein Gebet zu verrichten. Als er geendigtbatte und um sich blickte, bemerkte er Ali und den Juwelier.