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Hundert und nennundneunzigste Nacht.
Schehersad erzählte weiter: „Ich reichte," fuhr das Mädchen gegen den Juwelierfort, „meiner Herrin die Hand, um sie beim Aussteigcn au's Land zu unterstützen.Sie war auch dieser Hülfe sehr bedürftig, denn sie vermochte sich aus Schwäche kaumaufrecht zu erhalten. Doch, bevor sie sich von mir in den Palast geleiten ließ, befahlsie mir, einen Beutel mit 1000 Dinar zu holen und ihn ihren beiden Begleitern zugeben. Ich holte schleunigst denselben Beutel, den ich dir geben wollte, den du abernicht annahmst, und dankte ihnen noch freundlichst für ihre treue Begleitung im Namenmeiner Herrin, da sie zu schwach war, selbst ein Wort sprechen zu können. Währenddieser Zeit überließ ich sie den Händen der beiden Sklavinnen. Als ich auch denSchiffer bezahlt und alle Drei entlassen hatte, schloß ich die Thüre wieder zu und eilte,den beiden Mädchen, welche mit Scheins Unna har beschäftigt waren, beizustehen.Mit ihrer Hülfe trug ich sie in ihre Gemächer, denn sie war fast leblos, entkleidete sieund legte sie zu Bette, wo sie in diesem todähnlichen Zustande die ganze übrige Nachtund den folgenden Tag blieb. Ich wich diese ganze Zeit über nicht von ihrem Lagerund ließ kein Mädchen ihr nahe kommen. Obwohl ich sie mit Roseuwafser und Moschuseinrieb und ihr alle erdenkliche Hülfe leistete, so glaubte ich doch nicht anders, als siegebe den Geist auf. Ihren Frauen, die am andern Morgen großes Verlangen zeigten,sie zu sehen, sagte ich, sie sey so erschöpft zurückgckommen, daß sie Niemand vor sichlassen könne und noch sehr der Ruhe zu ihrer Herstellung bedürfe. Endlich erwachte siewieder; doch war die Rückkehr zum Bewußtseyn nur der Anfang neuer Leiden. Sie