632 Hundert und siebeiiiindneunzigstc Nacht.
gesprochen, als er mit Zeichen großer Ehrerbietung und zuvorkommender Höflichkeit vomPferde stieg und sogleich seinen Leuten Befehl gab, zwei Boote herbeizuschaffen.
Er ließ hierauf Scherns Unnahar in das eine, Ali und den Juwelier aber indas andere steigen, und ordnete jedem einige seiner Leute als Begleiter bei, worauf dieBoote in verschiedener Richtung, den Befehlen des Anführers gemäß, abfuhren. Zuihrem großen Erstaunen mußten aber Ali und der Juwelier bald sehen, daß ihr Bootnach dem Palast des Chalisen zu ruderte, was sie in nicht geringe Angst versetzte, diesie aber nicht laut werden zu lassen wagten. Ali wollte seinen Begleitern keineweitere Mühe verursachen, und bezeichnte sein Haus, wohin er den Juwelier mit sichnehmen wolle. Der Befehlshaber ließ hierauf zum großen Schrecken der Beiden vordem Palaste des Chalisen anlegen, wo sie nicht anders glaubten , als vor den Chalisengebracht zu werden. Dem war aber nicht so, denn als sie an's Land gestiegen waren,wurden ihnen zwei von der Leibwache des Chalisen mitgegeben, die sie nach der ziemlich ^weit vom Flusse entlegenen Wohnung Ali's begleiteten und sie hierauf verließen. Sie!langten daselbst so ermattet an, daß sie sich kaum mehr aufrecht erhalten konnten und!sich beinahe bewußtlos auf einen Divan niederließen.
Außer der großen Müdigkeit wirkte auf Ali noch überdies der unglückliche Vorfall,von dem er und Scheins Unnahar betroffen worden, so niederschlagend, daß eralsbald in Ohnmacht fiel. Ali's Leute standen laut jammernd umher und waren bemüht,ihn wieder in's Leben zu rufen. Als gegen Abend der Juwelier sich zuerst wieder erholte,umringten ihn Ali's Leute und drangen in ihn, zu erzählen, was diesem begegnet sey,dessen Abwesenheit sie so sehr beunruhigt habe, indem sie ihm zuriefen: „Du bist unscrsHerrn Untergang und Verderben!"