61-4 Hundert und zwriundncuiizigstc Uacht
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Bewegungen von bedeutender Schwäche. Sie wandte sich zu dem Mädchen, das siehergebracht hatte, und fragte sie: „Ist es dieser?" Jenes bejahte es, und der Juweliergrüßte sie ehrfurchtsvoll, was sie höflich erwiderte. Dann sagte sie: „Mein Vertrauen zudir hat mich bewogen, dein Haus zu besuchen, dir unser Geheimniß anzuvertrauen unddarauf zu bauen, daß du eS wohl verbergen wirst. Ich gebe mich dir ganz hin unddenke nur Gutes von dir, weil ich dich für einen verständigen und rechtschaffenen Mannhalte." Sie erkundigte sich hierauf nach der Lage des Juweliers, nach seiner Familieund seinen Bekanntschaften. Er gab ihr über Alles, was ihn betraf, die genauesteAuskunft. Dann ließ sie sich die Geschichte seiner Bekanntschaft mit Hassan erzählen.Als der Juwelier damit zu Ende war, erschrack sie und bedauerte den Verlust diesesguten Mannes sehr. Sie sagte dann: „Ich weiß, daß alle Menschen in Leidenschaftenversunken sind, so verschieden auch ihr Zustand von einander ist. Ihre Wünsche sindso ziemlich dieselben, so sehr auch ihre Handlungen von einander abweichen mögen.Doch wird keine That gelingen, über die man nicht vorher sich verständigt hat; manerreicht kein Ziel ohne Mühe, und findet keine Ruhe, ohne vorhergegangcne Arbeit."