Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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610
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610 Hunderl und rinundneunziglle Äacht

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Hand hielt, ging sie auf ihn zu und sagte:Mein Herr! ich habe diesen Brief fallenlassen, sey so gut und gib mir ihn zurück." Der Juwelier antwortete ihr nicht und gingseines Weges fort; sie folgte ihm bis er an sein Haus kam, da trat sie mit ihm

hinein und sagte:O Herr! ich weiß nicht, was dieser Brief dir nützen kann: du weißt

nicht von wem er kommt, noch an wen er gelangen soll; warum nimmst du diesen Brief?"Der Juwelier hieß das Mädchen sich setzen, und sagte:Schweige, sey ruhig und höre

mich an! Ist dies nicht die Schrift deiner Herrin Scheins Nnnahar, die an Ali

schreibt?" Das Mädchen ward ganz blaß, zitterte und sagte:Er hat uns und sichselbst geschändet. Die Heftigkeit der Liebe hat ihn in das Meer des Unsinns geworfen,so daß er seine Leiden seinen Freunden geklagt, ohne an die Folgen zu denken!" Siewollte dann Weggehen; der Juwelier aber fürchtete, daß, wenn sie in diesem Zustandeweglaufe, es auf Ali ein schlechtes Licht werfen und seine ganze Sache verderbenkönnte; er sagte ihr also:O du! die menschlichen Herzen stehen sich gegenseitig alsZeugen gegenüber. Es ist möglich, Alles zu verheimlichen, was verborgen bleiben soll,nur die Liebe nicht, die kann nicht verborgen bleiben; da gibt es zu viele Beweise, diesic verrathen, und zu viele Zeugen, die von ihr sprechen. Du hast Hassan im