Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
605
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Hundert und nennnndachtzigste Ancht. 605

komme also zu dir, mich vielmal entschuldigend, um mich nach Hassan zu erkundigen."Als Ali die Worte des Juweliers hörte, wurde er ganz blaß, zitterte an Leib undSeele, und sagte:Ich habe von dem Allem nichts gewußt, che du mir dies sagtest,ja nicht ein Wort davon gehört. Und ist cs so, wie du sagst, so erschreckt mich diessehr, es macht mich krank und schwächt alle meine Glieder." Die Thränen ersticktenseine Stimme, miit der er folgende Verse sprach:

Schon habe ich über mein Elend geweint, als meine Freunde noch nahe

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waren; da ich nun auch noch von ihnen getrennt bin, muß ich ewig über sicweinen. Was soll ein Mann thun, dessen Thränen zwischen Lebendigen undTodtcn getheilt sind?"

Er neigte dann seinen Kopf eine Weile, erhob ihn hierauf gegen einen seiner Dienerund befahl diesem:Geh' in Hassans Wohnung und erkundige dich, ob er zu Hauseoder abgereist ist, wie dieser Mann erzählte. Alsdann frage, wohin er gegangen."Der Diener entfernte sich, der Juwelier aber unterhielt sich mit Ali, der bald seinerRede znhörte, bald sich abwandte, bald ihn etwas fragte. Endlich kam der Dienerzurück und berichtete:Mein Herr! ich habe nach Hassan gefragt und seine Leutehaben mir gesagt, er scy vor zwei Tagen nach Basra gegangen; auch sah ich eineSklavin an der Thüre seines Hauses stehen, die nach ihm fragte; als sie mich saherkannte sie mich, obwohl ich sie nicht kenne. Sie fragte mich: Bist du nicht derDiener des Ali, Sohn Bekars? Ich bejahte dies; übrigens glaube ich, daß sie vonvornehmen Leuten einen Brief an dich hat; sie steht vor der Thüre." Ali befahl, siehcreinzuführen. Es erschien ein über jede Beschreibung erhabenes schönes Mädchen.Der Juwelier erkannte sie sogleich nach der Beschreibung Hassans.