Hundert und siebcnunduchtzigjle Uacht. 601
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die lange geschwiegen; es hat das düstere Nachdenken wieder in Fröhlichkeit verhandelt,wie ein grüner Garten das Auge erfreut. Als ich dessen Inhalt verstanden und seine 'Worte und seinen Sinn erwogen hatte, ward ich, je mehr ich darin las, desto innigererfreut. Dann wiederholte ich oft dessen Sinn, der mir wieder entschlüpfte, und fandimmer neue Gedanken darin. Dann ward mir die Trennung wieder schmerzlicher, meine ^Krankheit nahm wieder zu, meine Sehnsucht verdoppelte sich, meine Pein ward heftiger,die Liebe größer, bedrängter das Herz, die Sorgen mehrten sich, das Auge wachend,der Körper ermattet, die Hoffnung abgeschnitten, die Entfernung gewiß, die Brustumstrickt und der Verstand geraubt. Kurz, meine Lage ist so, daß meine Leiden nochalle meine Klagen übcrtreffcn. !
„Meine Klagen ertönen nicht, den Schmerz zu löschen, sondern nur um von meiner 'übermäßigen Sehnsucht zu überzeugen. Mein Herz bleibt durch die Trennung zernichtet,bis die Wiedervereinigung seinen Brand löschen und ihm volle Genesung bringen 'wird. Friede sey mit dir!" ^
HassanS Worte drangen ihm in's Herz und ihr Sinn kostete ihn vieleThräncn; erst als er zu müde war, hörte er auf zu weinen. Sein Herz wardgerührt und aufgeregt, und nur nach vieler Anstrengung beruhigte er sich wieder. ^Er gab den Brief der Sklavin; als sie ihn nahm, sagte ihr Ali: „Komm' zu ^
mir her!" Sie ging zu ihm, und er sagte ihr: „Sage deinem Herrn, daß ich wohl
bin, daß ich aber liebcskrank, und daß die Sehnsucht mir Mark und Bein aufzchrt.
Sage ihm, daß ich ein unglückseliger Mensch bin, den das Schicksal mit seinen,
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Unfällen heimgesucht." Seinen Worten folgten viele Thräncn; Hassan und die'Sklavin weinten auch; dann nahm die Sklavin Abschied, ging gerührt und weinend!fort. Hassan begleitete sie eine Strecke Wegs und sagte ihr dann Lebewohl, weil er!in seinen Laden ging.
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