Kundert und vicrunduchtzigste Nacht. 593
„Ich habe meine Liebe verborgen, bis sie zur höchsten Flamme ent glüht;mm haben meine Thräncn offenbart, was ich sorgfältig verheimlicht. Als ichaber sah, wie meine Thräncn meine Liebe laut verkündet haben, gab auch ichjede Scham auf, denn Offenheit ist doch das Beste. Nun enthülle -ch vollendswas meine Thräncn verborgen ließen, und doch ist das, was ich gar nichtaussprcchcn kann, das Größte und Höchste."
Er sagte dann: „Mein Schicksal hat mich in ein Unglück gestürzt, das ich wohlhätte umgehen können; ich sehe nicht, wie ich dem Tode entrinnen kann; ich finde keineRuhe mehr, um die Todesschmerzen zu mildern, keine Freude mehr, meinen Kummer zulindern." Hassan sagte ihm: „Vertraue Gott, er wird dich heilen! Du bist nichtder Erste, noch der Einzige, dem so etwas widerfährt." So unterhielten sie sich nocheine Weile, dann verließ ihn Hassan, um auf den Bazar zu gehen und seinen Ladenzu öffnen; ehe er noch recht fertig damit war, kam die Sklavin und grüßte ihn; aberihre Schönheit war verschwunden und ihr Herz gebrochen. Er fragte sic nach ihrer
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Tausend und eine Nacht. I.
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