Hundert und zmciundachtzigste Nacht. 589
bei und trugen sie weg. Ali wandte kein Auge von ihr ab. Als der Speccreihändlcrihn ansah, lag auch er in Ohnmacht auf seinem Gesichte, mit starren Gliedern. AbulHassan sagte dann: „Das Schicksal hat gut gegen diese Beiden gehandelt, indem cssie gleichgestellt hat." Es überfiel ihn aber bald darauf eine große Angst; auch kamjetzt eine Sklavin und rief: „Stehet auf! die Welt wird uns zu eng; ich fürchte,die heutige Nacht wird unsere Auferstehungsnacht werden!" Der Speccreihändlererwiderte ihr: „Wie kann man mit dem jungen Manne in diesem Zustande aufstehen?"Sie begoß Ali hierauf mit Nosenwasser und rieb ihm seine Hände, bis er zu sich kam.Sein Freund, der Speccreihändler, sagte zu ihm: „Erwache schnell, ehe du untcrgchstund auch uns mit in's Verderben stürzest!" Sie trugen ihn dann vom Sommerhäuschcnweg; die Sklavin öffnete eine kleine eiserne Thüre, die auf einen Kanal führte, dannklatschte sie in die Hände, und cs kam ein Boot mit einem Ruderer herbei; diesesbestiegen Ali und der Speccreihändler, nebst der Sklavin. Der liebende Jüngling strecktedie eine Hand nach dem Schlöffe aus, legte die andere auf sein Herz und sprach mitschwacher Stimme folgende Verse:
„Ich strecke zum Abschied eine schwache Hand aus, und lege die andere aufdie Glut, die in meinem Herzen brennt. Möge doch diese Zusammenkunft miteuch nicht die letzte seyn, und dieser Genuß eurer Reize nicht der einzige bleiben !"
Der Schiffer ruderte mit den Dreien rasch davon.
ML