Hundert und zivciundsiebenzrgstc Nacht. 5öi)
weinend: „Ich besitze gar nichts, ich bin dein Gefangener: thu' mit mir, was du willst!"Da nahm der Beduine ein Messer heraus, dnrchschnitt meines Bruders Lippe, undforderte immer heftiger Geld von ihm. Dieser Beduine hatte eine schöne Frau, die, sooft ihr Mann ausging, meinen Bruder zu überreden suchte, sie zu lieben; aber er wiessie stets zurück. Als er einmal ihr nachgab und mit ihr spielte und sie ihn liebkoste,kam der Mann nach Hause, und als er meinen Bruder bei seiner Frau sah, sagte er
zu ihm: „Wehe dir! willst du meine Frau verführen?" Er nahm dann ein Messer undbrachte meinem Bruder Schnitte bei, lud ihn auf ein Kamel und legte ihn am Fußeeines Berges nieder. Da kamen Reisende vorüber, die ihn kannten; sie gaben ihm zuessen und zu trinken, und sagten mir, was ihm widerfahren. Ich ging dann zu ihm,brachte ihn in die Stadt und gab ihm seinen bestimmten Lebensunterhalt. Nun binich zu dir gekommen, o Fürst der Gläubigen! sonst wäre ich zu Grund gegangen undmeine sechs Brüder mit mir. Als der Chalif meine ganze Erzählung gehört, lachte er