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Hundert und zweiundsiebenzigste Nacht.
Der Barbier berichtete weiter: „Nun aber sey wirklich mein Gast," sagte der
Barmekide zu meinem Bruder, „und bleibe bei mir." Alsbald ließ er in der That eineAnzahl Diener kommen und wirklich einen Tisch bereiten, worauf alle Gerichte standen, diefrüher erwähnt worden. Sie aßen miteinander bis sie satt waren, dann gingen sie in denTrinksaal; da waren Mädchen wie der Mond, welche sangen und auf allerlei Instrumentenspielten, und ste tranken bis sie berauscht waren. Der Mann ward mit meinem Bruder sovertraut, als wäre er sein Bruder; er liebte ihn sehr und schenkte ihm Ehrenkleider. Amfolgenden Morgen begannen Beide wieder von Neuem zu essen und zu trinken, und so zehnTage lang. Dann übertrug der Mann meinem Bruder die Verwaltung aller seiner Güter,und so blieb er zwanzig Jahre bei ihm, bis jener starb. Gelobt sey der Jmmerlebende, der niestirbt! Der Sultan ließ nach dem Tode des Mannes Alles, was er hinterlassen, sowie wasmein Bruder hatte, wegnehmen, so daß dieser ganz arm ward und auswandern mußte.Mitten auf dem Wege kamen Beduinen auf ihn los, nahmen ihn gefangen und zogenmit ihm zu ihrem Stamme. Der, welcher ihn gefangen genommen, fing an, ihn zuschlagen, indem er sagte: „Kaufe dich mit Geld von mir los!" Mein Bruder entgegncte