Hundert und neunundscchzigstr Nacht. 551
Mt'ktc cr wohl, daß ihn das Mädchen betrogen; indessen nahm er, was sic zurückgelasscn.Er öffnete die Magazine, nahm alle Kleider und ähnliche Effekten, ließ gar nichts imHanse zurück, und durchlebte eine fröhliche Nacht. Als cr aber des Morgens aufstand,fand er zwanzig Hatschicre an seiner Thür, die ihn festnahmcn und ihm sagten, derPolizeioberste lasse ihn holen. Mein Bruder bat sic, ihn doch erst nach Hause gehenzu lassen, und versprach ihnen Geld; aber sie hörten ihn nicht au, banden ihn fest,legten ihn in Ketten und führten ihn fort. Als sie auf dem Wege waren, begegneteihm einer seiner Freunde; cr ergriff den Saum seines Kleides, bat ihn, ein wenig beiihm stehen zu bleiben und ihn aus der Hand dieser Hatschiere zu befreien. Sein Freundblieb stehen, bat die Soldaten, ihn freizulassen, und fragte sic: was cr denn verbrochen?Sie antworteten: Der Polizeioberstc habe ihnen befohlen, ihn zu ihm zu bringen,weshalb sie ihn aufgegriffcn hätten, um ihn nach diesem Befehle zu verhaften. Hierauf! sagte der Freund meines Bruders: „O ihr guten Leute! ich will euch die Mühe euresWegs so gut bezahlen, als ihr wollt, laßt ihn nur frei und geht so wieder zum Polizei-obersten zurück." Aber sie wollten ihn nicht los lassen."
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I Schebersad bemerkte den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort: