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Hundert
a ch t n n d j e ch z i g II e Nacht.
„Als sie meinem Bruder dankte," erzählte der Barbier weiter, „nahm er zwei Dinar vondem Gclde und wollte cs ihr als Almosen geben; sic sagte aber: „Gelobt scp Gott! siehstdu mich siir eine Bettlerin an? Behalte dein Geld, ich brauche es nicht, wende es fürdich an! Doch ich habe in dieser Stadt eine reiche, schöne und liebenswürdige Freundin — "Mein Bruder unterbrach sie: „Und was soll ich mit dieser?" Die Alte fuhr fort: „Nimmall dein Geld und folge mir, und bist du bei ihr, so sey nur recht artig und liebenswürdiggegen sie: du wirst dann von ihrer Schönheit und ihrem Reichthum Alles erlangen."Mein Bruder, vor Freude außer sich, nahm all sein Geld und ging mit ihr, bis sie aneine große Thüre kamen, wo sic anklopfte; da kam eine griechische Sklavin und öffnete dieThür. Die Alte trat hinein und hieß meinen Bruder mitkommcn. Er kam in eingroßes Haus und in einen geräumigen, mit Teppichen und Vorhängen verzierten Saal.Mein Bruder setzte sich, legte das Geld vor sich hi», zog den Turban ab und legte ihnauf seinen Schooß. Auf einmal kam das schönste Mädchen, das er je gesehen, höchstvornehm gekleidet; er stand aus, und als sie ihn sah, lachte sie ihm freudig entgegen.