Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
547
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Hundert und uchtundsechzigl'te Nucht. 547

Sie schloß dann die Thür, trat auf meinen Bruder zu, nahm ihn an der Handund ging mit ihm in ein abgelegenes Gemach, setzte sich neben ihn und scherzte eineWeile mit ihm. Sodann sagte sic:Bleibe hier, bis ich wicdcrkehre." Als das Mädchenwcggegangen war, kam ein schwarzer Sklave mit einem Schwerte und sagte:Wehedir! was thust du hier?" Als mein Bruder ihn sah, ward seine Zunge gefesselt,so daß er nicht antworten konnte. Der Sklave entkleidete ihn, berührte ihn mit demSchwerte und schlug solang auf ihn zu, bis er in Ohnmacht sank und der verruchte

Sklave ihn für todt hielt. Er hörte dann, wie der Sklave fragte:Wo ist die Salz-schüssel?" Alsbald kam eine Sklavin mit einer großen Schüssel voll Salz, womit siedie Wunden meines Bruders wuschen, bis er die Besinnung verlor. Er hatte sichübrigens nicht gerührt, aus Furcht, der Sklave möchte merken, daß er noch lebe, undihn umbringen. Die Sklavin ging dann fort und fragte:Wo ist die Kellcrmeisterin?"Da kam die Alte, schleppte meinen Bruder an den Füßen fort, öffnete den Keller und warfihn zu vielen andern Erschlagenen. Er blieb zwei Tage in Ohnmacht liegen, ohnesich zu bewegen; aber der erhabene Gott hatte durch dieses Salz, welches das Blutstillte, ihn beim Leben erhalten; er kam wieder zu sich und konnte sich bewegen.