Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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MM

Hundert und achtunddreißigste Nacht.

AlS sie im Zimmer war, fuhr der junge Mann fort, schloß ich die Thüre, siesetzte sich, legte ihren Schleier und ihren Mantel ab; ich fand sie schön wie den Mondund sah auch, daß ihre Gestalt vollkommen war, und die Liebe zu ihr bemächtigte sichmeiner. Ich stand dann auf und holte -Sorbet nebst Früchten und andern Speisen, undwir aßen mit einander. Als es Nacht ward, zündeten wir Wachskerzen an, holten dieWeingefäße herbei und tranken einen Becher nach dem andern, bis wir berauscht waren;ich brachte dann bei ihr die schönste Nacht zu. Des Morgens legte ich ihr zehn Dinarhin; sie machte aber ein ernstes Gesicht und sagte:Pfui, ihr Mossulaner! bin ich fürGeld bei dir?" Sie nahm dann sogleich zehn Dinar aus ihrer Tasche, und schwur,wenn ich sie nicht nehme, daß sie nie wiedcrkehren werde. Dann sagte sie:O meinTheurer! erwarte mich in drei Tagen zwischen dem Abend- und Nachtgebete, nimm hiernoch zehn Dinar und treffe wieder alle Vorbereitungen hier." Dann nahm sie Abschied,ging fort und mein Herz folgte ihr. Ich erwartete mit Ungeduld den dritten Tag.Da kam sie nach Sonnenuntergang herrlich geputzt und parfünürt; ich hatte schon nach