392 Hundert und neunte Nacht.
Mitternacht und er hatte eine brennende Kerze in der Hand. Als er in sein Zimmerkam und einen Menschen in der Ecke an der Mauer unter dem Luftloche stehen sah,sagte er: „Bei Gott! das ist gut; nun sehe ich, daß ein Mensch und nicht Katzen undMäuse mir mein Schmalz, mein Fleisch und mein Alocholz stehlen, nun habe ich unge-rechter Weise Katzen und Hunde gemordet, während du durch das Luftloch vom Dacheherunter mir in's Zimmer kommst, um mich zu bestehlen. Aber bei Gott! ich will mitmeiner eigenen Hand mich an dir rächen." Er nahm dann einen Hammer, sprang auf
MM
MAL
den Buckligen zu, schlug ihn auf die Brust, so daß er umfiel, und dann schlug er ihn nochans den Rücken. Als er ihm aber dann in's Gesicht sah und ihn todt fand, da schrieer laut und sagte: „Wehe mir! ich habe ihn erschlagen, nur beim erhabenen Gott gibtcs nun Schutz und Kraft." Er ward ganz blaß vor Furcht und sagte: „Gott verdammedas Schmalz und das Aloeholz, ich vertraue nur noch auf Gott und überlasse mich seinerBestimmung."
Schehersad bemerkte den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzählte sicweiter: