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Hundert und achte Nacht.
Es lcbtc einst in den Städten Vasra und Kaschgar ' ein Schneider, der eine schöneund ganz für ihn passende Frau hatte. Eines Tages, als er in seinem Laden saß,kam ein buckliger Mann, setzte sich neben seinen Laden, fing an zu singen und dabeians eine Trommel, die er bei sich hatte, zu schlagen. Der Schneider dachte: wie wärecs, wenn ich diesen Buckligen mit mir nähme, um mich und meine Leute diese Nachtmit ihm zu belustigen; er ging dann sogleich auf den Buckligen zu und sagte ihm:
„Willst du wohl mit mir nach Hause gehen und diese Nacht mein Gast sepn?" —
„Recht gern," erwiderte der Bucklige, „es verwirklichen sich dadurch meine schönstenTräume." Der Schneider nahm ihn dann mit nach Hause und gab ihm etwas Fischezu essen, die er gerade im Hanse hatte. „Während des Essens nahm ich," sagte derSchneider, „ein Stück Fisch und stopfte cs dem Buckligen in den Schlund; cs blieb ihm
aber im Halse stecken und er starb daran augenblicklich. Da ich mich sehr fürchtete,
ging ich mit meiner Frau zu einem jüdischen Arzte, der in unsrer Nähe wohnte; ich klopfte
> Wahrscheinlich lcbic er zuerst in Basra und zog später nach Kaschgar.