Hundert und siebente TI a ch t. 387
Sie erzählte ihm dann, was sie ausgestanden, seitdem er von ihr sich entfernt, erverkündete ihr, was er gelitten; sie lobten Gott über ihre Wiedervereinigung. Denfolgenden Tag berichtete der Vesir Alles dem Sultan; er wunderte sich so sehr überdiese Geschichte, daß er sie aufschreibcn und aufbewahren ließ. Der Vesir mit seinerTochter und seinem Neffen lebte noch lange Jahre in den besten und angenehmstenVerhältnissen, sie aßen und tranken und belustigten sich, bis sie den Todeskelch leerenmußten. Dies, Beherrscher der Gläubigen! ist die Geschichte des Vesirs aus Kahiraund des Vesirs aus Basra. — Der Chalif sagte: „O Djafar, diese Geschichteist höchst wunderbar." Auch er ließ sie sogleich aufschreiben und aufbewahrcn, schenktedann seinem Sklaven die Freiheit und noch eine seiner schönsten Sklavinnen dazu, undgab ihm so viel, als er zu leben brauchte; er blieb in der Umgebung des Chalifen bisder Tod sie trennte."
Schehersad bemerkte hier den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzähltesie weiter:
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