Hundert und zweite Nacht. 373
Wuth, und sagte: „Bei Gott, den ich anflehe, mich wieder mit meinem Sohne zuvereinen, du mußt uns von deinem Koche eine Schüssel voll Granatäpfel bringen; deinHerr muß sie kosten und dann urtheilen, welche besser gekocht sind." Sie gab demDiener sogleich eine Schüssel und einen halben Dinar; er lief in die Stadt zum Kocheund sagte ihm: „O bester Koch, wir haben im Hause unsers Herrn über deine Speisegewettet, gib mir daher für einen halben Dinar Granatäpfelbeeren; nimm dich aberwohl in Acht, daß wir nicht noch einmal wegen dieser Speise geprügelt werden, nachdemwir schon mißhandelt worden, weil wir in deinem Laden gewesen sind." Hassanerwiderte lachend: „Bei Gott! Niemand kann diese Speise so gut zubereiten, wie ichund meine Mutter, die jetzt weit von hier ist." Er füllte ihm dann seine Schüssel undgoß Butter darüber, und der Diener lief damit in's Zelt zurück. Die Mutter Hassanskostete sogleich davon, und als sie sie sehr gut fand, erkannte sie den, der sie zubereitet;sie schrie laut und fiel in Ohnmacht. Der Vesir kam ihr zu Hülfe und besprizte siemit Wasser; als sie wieder zu sich kam, rief sie: „Wenn mein Sohn noch beim Lebenist, so hat kein Anderer, als er, diese Speise gekocht; Niemand außer ihm kennt dieseZubereitung!"
Schehersad bemerkte den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fort:
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