Hundert und dritte Nacht.
„Als der Vesir dies hörte, sagte er voll Freude: „Gott wird uns gewiß wiedermit meinem Neffen vereinen!" Er rief sogleich alle seine Leute zusammen, Sklaven,Kammerdiener und Stallknechte, an die fünfzig Mann, und sagte ihnen: „Geht in denLaden des Kochs, nehmt Stöcke, Prügel und Aehnliches mit euch, zerschlagt alles Geschirr,was ihr bei ihm findet, verwüstet den Laden völlig, bindet den Koch dann mit seinemTurban, und fraget ihn, ob er diese schlechten Granatäpfelbeeren zubereitet. Ich geheindessen in den Palast der Seligkeit, ^ und komme dann wieder zu euch; Keiner von euchsoll ihn aber schlagen, noch sonst mißhandeln; bindet ihn nur, und bringt ihnmit Gewalt hierher." Die Leute freuten sich dieses Auftrags, und der Vesirbestieg sogleich sein Pferd, ritt in den königlichen Palast, traf dort den Gouverneur vonDamaskus, zeigte ihm seine Empfehlungsschreiben; dieser küßte sie, und fragte dannnach dem Lesen derselben: „Wer ist der Schuldige?" — „Ein Koch," erwiderte derVesir. Hierauf schickte der Gouverneur sogleich seinen Adjutanten mit vier anderenOffizieren, vier Janitscharen und sechs Polizcisoldaten ab. Als sie aber in den Ladendes Kochs kamen, war schon Alles zertrümmert und verwüstet, denn während der Vesir
' D. h. der Sitz der Negierung.