366 Hundertste N u ch t.
„Wir werden hier einige Tage verweilen, um Geschenke für den Sultan einzukaufen."Als er nun in die Stadt gegangen, um seine Geschäfte zu besorgen, fragte Adsib denVerschnittenen: „Wollen wir nicht ein wenig nach Damaskus spazieren und sehen, wasder Koch macht, dessen Speisen wir verzehrt, und den wir dann zum Lohne für seineWohlthat mißhandelt haben?" — „In Gottes Namen!" antwortete der Verschnittene.Sie verließen das Zelt, und schon wallte das Blut Adjibs seinem Vater entgegen.Sie gingen in die Stadt durch das Paradies-Thor, durchkreuzten viele Straßen und dengroßen Marktplatz, und sahen sich dann in der Moschee der Ommejaden um, bis gegendie Stunde des Nachmittagsgebets. Dann gingen sie zum Laden Hassans, und fanden
wieder bei ihm höchst einladende Granatäpfel, mit Butter, Julep und Nosenwasser
gekocht. Adsib hatte Mitleid mit ihm, als er das blaue Mal sah, das der Stein,
mit dem er ihn geworfen, auf seiner Stirne zurückgelassen, und sagte zu ihm: „Friede sep
mit dir! mein Herz ist bei dir." Als Hassan Adsib sah, kam wieder sein Innerstesin Bewegung, sein Herz klopfte und sein Blut kam in Wallung, er wollte den Grußerwidern, konnte aber seine Zunge nicht bewegen; er beugte sich dann ganz demüthigvor Adsib und sprach folgende Verse:
MV
SM