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WMZ
Sechsun-siebe nzigste Nacht.
„Wisse, o Fürst der Gläubigen! die erschlagene Frau war mein Weib, Muttermeiner Kinder und meine Muhme. Dieser Alte ist mein Oheim und ihr Vater, erverheirathete sie mit mir, als sie noch Jungfrau war; ich lebte elf Jahre mit ihr alsmit einer gesegneten Gattin, sie gebar mir drei Söhne, führte einen reinen Lebenswandel,und bediente mich so gut, als nur möglich; aber auch ich liebte sie sehr heftig, und alssie einmal in diesen Monaten sehr krank wurde, bediente ich sie auf's sorgfältigste. NachVerlauf eines Monats ward sie nach und nach wieder besser. Da sagte sie mir einesTages, ehe sie in's Bad ging:,, O mein Vetter! ich möchte, daß du mir einen Wunschgewährtest." — „Ich werde ganz gehorsam seyn," antwortete ich, „und hättest du auchtausend Wünsche." Da sagte sie: „Ich gelüste nach einem Apfel, um daran zu riechen undeinen Bissen davon zu essen; nachher möchte ich allenfalls sterben." Ich sagte zu ihr: „Gottgebe deine Genesung!" Ich suchte dann in ganz Bagdad und konnte keinen Apfel finden,denn hätte ich einen auch mit meinen Augen bezahlen müssen, so hätte ich ihn gekauft.Es that mir sehr weh, den Gegenstand ihres Wunsches nicht finden zu können. Ich gingnach Hause und sagte ihr: „Liebe Muhme, ich habe, bei Gott! keinen Apfel finden können."Ihre Krankheit nahm in jener Nacht wieder sehr zu; ich stand daher am andern Morgenauf und suchte in allen Gärten herum, und konnte noch immer nichts finden. Da sprachzu mir ein alter Gärtner: „Mein Sohn! du wirst nirgends Acpfel finden, außer imGarten des Fürsten der Gläubigen zu Basra, von denen sich bei seinem Verwalter