MM«
WUHWW!
-rL-EMIj!
v n - se ch
MW8
MN'
U a ch t.
^ „Als ich des Morgens aufstand," so erzählte der Kalender weiter, „gingen dieMädchen mit mir in ein Bad, das im Schlosse war; sic wuschen mich und kleideten mich^ in kostbare Kleider, dann brachten sie zu essen. Wir aßen und tranken auch den Wein,
! den sie holten; die Becher kreisten bis zur Nacht, hierauf sagten sie: „Wähle eine vonuns, die diese Nacht bei dir bleibe, wir stehen dir Alle zu Diensten." Ich wählte hier-auf ein sanftes Wesen mit zarten Hüften, wie ein Dichter sagte:
„Ich erblickte an ihrem Busen zwei festgcschlofsene Knospen, die derLiebende nicht umfassen darf; sie bewacht sie mit den Pfeilen ihrer Blicke,die sie dem entgegenschleudcrt, der Gewalt braucht."
„Ich brachte abermals eine herrliche Nacht zu; des Morgens ging ich wieder insBad und zog frische Kleiber an. Kurz, meine Gebieterin! ich verlebte die schönste Zeitbei ihnen, wählte jede Nacht eine andere von den vierzig Mädchen, und so verging mit Essen,Trinken und Belustigungen ein ganzes Jahr. Aber am Anfang des folgenden Jahrsfingen die Mädchen an zu wehklagen, sich an mich zu hängen und weinend Abschied zunehmen. Ich fragte ganz erstaunt, was denn vorgefallen sey, daß sie mir so das Herzbetrübten. Sie antworteten: „O hätten wir dich nie gekannt! Wir haben schonViele kennen gelernt, doch noch Niemand, der so angenehm gewesen, als du; noch nie