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sahen wir einen so feinen Mann." Dann weinten sie wieder, und ich fragte noch einmal:Warum weinet ihr? mein Herz zerspringt um Euretwillen. Iezt antworteten sie Alleauf einmal: „Du allein kannst Ursache unsrer Trennung werden; gehorchst du uns, sowerden wir uns nie trennen, bist du aber ungehorsam, so müssen wir von einanderscheiden. Unser Herz sagt uns aber, daß du uns nicht gehorchen wirst und darumweinen wir." Ich bat sie, mir zu sagen, um was es sich eigentlich handle, und siesprachen: „Wisse, o Herr und Gebieter! wir alle sind Königstöchter und lebenhier schon viele Jahre beisammen. Jedes Jahr müssen wir vierzig Tage von hier abwesendseyn, dann kehren wir wieder und bleiben das ganze Jahr hier, essen, trinken nndbelustigen uns. Was nun deinen Ungehorsam gegen uns betrifft, so hat es damit folgendeBewandtniß. Wir werden dir während unsrer vierzigtägigen Abwesenheit alle Schlüssel desSchlosses überlassen; du findest darin hundert Schatzkammern, öffne sie, zerstreue dich damit,esse und trinke. Jede Thüre, die du öffnest, wird dir auf einen Tag Unterhaltunggewähren; nur eine einzige Schatzkammer darfst du nicht öffnen, dich ihr nicht einmalnähern, sonst sind wir auf immer geschieden; hierin allein könntest du uns ungehorsamwerden. Doch hast du ja über neunundneunzig Schatzkammern zu gebieten; du kannstalle öffnen und dich darin ergehen, öffnest du aber diese hundertste Schatzkammer, diemit der Thür von rothem Golde, so müssen wir getrennt bleiben."
Da bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzähltesie weiter:
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