Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
249
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D r e i u n d s e ch z i g st c N a ch t. 240

Sie ist schmiegsam, wie die Zweige des Bün, den derZephpr bewegt;wie reizend und anziehend ist sie, wenn fic geht! Bei ihrem Lächeln glän-zen ihre Zähne, so daß wir sie für einen Blitzstrahl halten können, der nebenSternen leuchtet. Von ihren kohlschwarzen Haaren hängen Locken herunter,die den Hellen Mittag in die Wolken der Nacht hüllen; zeigt fie aber ihrAngesicht in der Finsterniß, so beleuchtet sic Alles von Osten bis Westen.

Aus Jrrthum vergleicht man ihren Wuchs mit dem schönsten Zweige und mit

Unrecht ihre Augen mit denen einer Gazelle. Wo sollte eine Gazelle ihren

schönen Ausdruck hernehmcn; ihre liebenswürdige Natur ist einzig. Ihre ;

weiten Augen, die in der Liebe so gefährlich sind, fesseln plötzlich den von

ihr Verwundeten; ich fühlte eine heidnische Liebe zu ihr; kann man aber

über einen kranken Liebenden sich wundern, der seinen Glauben vergißt?"

Ich legte mich dann nieder und nie habe ich eine schönere Nacht gehabt."

Schehersad bemerkte hier den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht fuhr sie fori:

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