Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
224
Einzelbild herunterladen
 

224 - S k ch s u u d s ü n f ) i g st c Nacht.

WM

sie hielten sieben Trauertage, bauten ein Grabmal über die Asche der Prinzessin, dieAsche des Geistes streuten sie aber in die Luft. Der Sultan war einen Monat krank,dann näherte er sich der Genesung, sein Bart wuchs wieder und Gott schrieb ihn unterdie Geretteten ein. Er ließ mich dann rufen und sagte mir:Höre, junger Man»,

was ich dir sage, gehorche mir aber, sonst bist du des Todes!" Als ich ihm versprach,zu thun, was er befehlen würde, fuhr er fort:Höre! wir brachten unsre Zeit im an-genehmsten Leben zu und waren sicher vor allen Launen des Schicksals, bis deine unseligeGegenwart uns Unglück brachte; da verlor ich meine Tochter um deinetwillen, auch meinDiener wurde getödtet, nur ich entging allein dem Tode. Durch dich ist all diesgeschehen! Seitdem wir dich gesehen, ist aller Segen verschwunden. O, wäre cs dochnie geschehen! Nun wünsche ich, da du doch nur unserm Untergange deine Rettung zuverdanken hast, daß du in Frieden unser Land verlassest; denn sollte ich dich einst wiederschauen, so brächte ich dich um!"