Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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/ ü n s u n - f ü n fz i g st e Nacht.

O Gebieterin," fuhr der zweite Kalender fort,der Hahn freute sich schon undglaubte das lezte Körnchen des Granatapfels aufpicken zu können, aber es verwandeltesich in einen Fisch und tauchte in dem Springbrunnen unter; der Hahn nahm hierauf dieGestalt eines Wallfisches an und tauchte dem Fische nach; sie durchbohrten nun beide denBoden und verschwanden wieder vor unfern Augen. Nach einer Weile erschreckte unsein gräßliches Geschrei, und auf einmal erschien der Geist von Neuem als eine Feuer-flammc und die Prinzessin ward ebenfalls zu einer Feuerflamme. Der Geist blies feurigeFunken aus Mund, Augen und Nase. Die beiden Flammen kämpften nun mit einander,aber es verbreitete sich plötzlich ein starker Rauch im Schlosse, daß wir beinahe erstickten,nun sahen wir erst unser Unglück und glaubten uns dem Tode nahe. Jndeß nahm dieFlamme immer zu, der Brand ward größer, ich sagte: es gibt keinen Schutz und keineMacht außer beim erhabenen Gotte. Auf einmal schrie der Geist wieder und ging ausdem Feuer als eine einzelne Flamme hervor, schwang sich zu uns in den Saal und bliesuns ins Gesicht; die Prinzessin jedoch holte ihn wieder ein und schrie ihn heftig an.Aber schon war durch das Blasen des Geistes ein Funke auf mein rechtes Auge gefallenund versengte es, als ich noch Affe war; ein andrer Funke traf den König, verbrannteihm die Hälfte seines Gesichtes, seinen Bart mit dem Halse und schlug ihm eine ReiheZähne aus, ein dritter Funke fiel auf die Brust des Dieners, der vollständig verbrannteund starb. Auch wir verzweifelten schon an unserm Leben, da hörten wir eine Stimme,