Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
218
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I18 P r c i » n d f ü II f z i g st e Nacht.

verlor hierauf die erste Partie, die zweite und dritte gewann ich aber, so daß der Könignicht wußte, was er von mir denken sollte, ich aber nahm wieder Dintc und Rohrund schrieb:

Zwei Armeen kämpfen den ganzen Tag mit einander und ihr Kampfwird immer heftiger, bis sie Dunkelheit umhüllt, dann schlafen beide aufeinem Lager."

Als der König diese Verse gelesen, erstaunte er immer mehr und ward ganz ent-zückt von mir; er sagte dann einem Diener:Geh zu deiner Gebieterin Situlhassan,sprich, sic solle Herkommen und diese wunderbaren Dinge mit anschcn." Der Ver-schnittene blieb eine Weile weg und kam dann wieder mit der Prinzessin. Als diesehercintrat und mich sah, bedeckte sie ihr Gesicht vor mir und sprach:O Vater! hatdeine Eifersucht so sehr abgenommen, daß du mich zu Männern hercinkommen läßt?"Der König erstaunte und sagte:Meine Tochter! es ist Niemand hier, außer demkleinen Sklaven, diesem Verschnittenen, der dich erzogen, und ich, dxin Vater; vor wembedeckst du also dein Gesicht?"Vor diesem jungen Manne," antwortete die Prin-zessin,dem Sohne des Königs Aftimerus, des Beherrschers der Ebenholzinseln; einGeist, Sohn der Tochter des Zblis, hat ihn in einen Affen verzaubert, nachdem erseine Gemalin, die Tochter des Königs, getödtet, und der, den du hier als Affe siehst,ist ein gelehrter, verständiger, gebildeter und tugendhafter Mann." Der König sahmich an und fragte: ob es wahr sey; ich nickte mit dem Kopfe ja. Er wandte sichjezt zu seiner Tochter mit den Worten:Ich beschwöre dich bei Gott, sage mir, woherweißt du, daß er verzaubert worden?" Da antwortete sie:O mein Vater! als ichnoch klein war, ist eine alte, falsche, verrätherische Zauberin bei mir gewesen, die michdie Zauberkunst lehrte. Ich beschäftigte mich damit, lernte siebcnzig Kapitel davon aus-wendig, so daß ich mit dem geringsten Kapitel jeden Stein aus deiner Stadt im Augen-blick hinter den Berg Kaf versetzen könnte und die ganze Welt mit dem Ocean über-schwemmen." Der König war sehr erstaunt darüber und sprach:Gottes Name seymit dir! Wie, du besitzest diese hohe Kunst, ohne daß ich etwas davon weiß? Ichbeschwöre dich bei meinem Leben, befreie diesen Affen, daß ich ihn zum Vesir ernenneund mit dir verheirathe."Recht gern," antwortete die Prinzessin und nahm einMesser "

Da bemerkte Schehersad den Tag und schwieg; in der folgenden Nacht erzählte sieweiter: