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Viertes Kapitel. Die begrenzten dinglichen Rechte.
sondern nur der Erlangung eines für Dritte erkennbaren Besitzes■wurde im Anschlufs an das System der leiblichen Fahrnisgeweredie Kraft zugeschrieben, ein Pfandrecht zu verschaffen 6S . Auchwurde im Einklänge mit dem alten deutschen Rechte die Erhaltungdes Pfandrechts von der Festhaltung des offenkundigen Besitzesabhängig gemacht 54 . Überdies wurde gerade für den Pfandverkehrvielfach die Legitimationskraft des Besitzes durch Sätze gewahrt,die aus den deutschrechtlichen Beschränkungen der Fahrnis-verfolgung stammten und einerseits dem redlichen PfandnehmerSchutz gewährten 56 , andererseits sich gegen den die Gewahrsamaufgebenden Pfandgläubiger kehrten 66 .
Gleichzeitig setzte sich das deutsche Erfordernis der S p e -
53 Insbesondere blieb fast allgemein die Begründung eines Faustpfand-rechts durch constitutum possessorium ausgeschlossen. So trotz nebenbei zu-lässiger Mobiliarhypothek Frankf. Ref. II 17 § 2—3, Bayr. L.R. II 6 § l rElbinger W.O. v. 1758 Art. 67. Ferner für kaufmännische Pfandrechte WienerW.O. v. 1717 Art. 14, Bozener v. 1774 c. 34, Augsburger v. 1778 c. 13 § 7, c.14 § 1. Allgemein Ivursäclis. erläut. Pr.O. zu Tit. 44 § 2, l’reufs. A. L.R. 1 20§ 105, Öst. Gb. § 451, Sachs. Gb. § 467, Bremer Handf.O. § 123 d, Anhalt.Ges. § 2, Ivob.-Goth. § 2, Oldenburg. Art. 17; Code civ. Art. 2076; Zürcli. Gb.§ 856, Schweiz. O.R. Art. 210. Weitere Nachweise b. Laband a. a. 0. S. 238ff.,.Goldschmidt S. 611 Anm. 16, S. 884 Anm. 14, S. 887 Anm. 19, Stobbe-Lehmann § 165 Anm. 9.
M Viele Gesetze lassen das Pfandrecht durch Rückgabe in die Hand desEigentümers erlöschen; Preufs. L.R. 1, 20 § 104—105 (R.O.H.G. XIV Nr. 64),Öst. Gb. § 467, Sachs. Gb. § 486, Brern. § 123 c, Kob.-Goth. Art. 2, Oldenb.Art. 19, Braunschw. § 4 u. 16, Nassau. G. v. 1851 nach R.O.H.G. XXV Nr. 21,Schweiz. O.R. Art. 219. Manche überhaupt durch freiwilliges Aufgeben desBesitzes; revid. Lüb. R. III, 4 Art. 5, Preufs. L.R. I, 20 § 253—254 (auch einVorbehalt wirkt nicht gegen Dritte). Andere im Gegensatz zum älteren deutschenRecht sogar durch unfreiwilligen Besitzverlust; Code civ. Art. 2119, Sachs. Gb.§ 479, Goldschmidt S. 952 Anm. 14, Stobbe-Lelimann Anm. 65—66. —Die gesetzlichen Pfandrechte sind zum Teil überhaupt durch Fortdauer desBesitzes bedingt. Das Pfandrecht des Vermieters und Verpächters erlischtdurch Entfernung von dem Grundstück.
36 Goldschmidt I 898 ff., Stobbe-Lehmann § 165 Z. 4. Vgl. Preufs.L.R. I, 20 § 80; Österr. Gb. § 456; Hess. Pf.G. Art. 173; Schweiz. O.R. Art. 213;ältere Handelsgesetze b. Goldschmidt Anm. 25; II.G.B. Art. 206, dazuLaband S. 201 ff.
66 Goldschmidt I 951 ff. Mit der deutschrechtlichen Unterscheidungvon freiwilligem und unfreiwilligem Besitzverlust Braunschw. G. § 5, Anhalt.§ 6, II.G.B. Art. 206. Nach Preufs. L.R. I, 20 § 118—119 hat auch bei un-freiwilligem Besitzverlust der redliche Erwerber den Lösungsanspruch. DasWürttemb. Pf.G. Art. 258 versagt überhaupt die Klage gegen den redlichendritten Erwerber.