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Viertes Kapitel. Die begrenzten dinglichen Rechte.
rechte des jüngeren Faustpfandrechtes vor der älteren Hypothek 40 rbald in der Abschwächung der dinglichen Kraft der Mobiliar-hypothek 41 , bald in besonderen Formerfordernissen für eine voll-wirksame Verpfändung ohne Besitzübertragung 42 , bald in der Ein-schränkung der Wirkungen der Generalhypothek 48 zum Durchbruch.Im Zusammenhänge mit der Reform des Grundpfandrechtes erfolgtedann seit dem achtzehnten Jahrhundert in einzelnen Staaten dievollständige Beseitigung der Mobiliarhypothek 44 . Die grofsenGesetzbücher regelten das Fahrnispfandrecht durchweg auf derwiedergewonnenen deutschrechtlichen Grundlage 46 . Aber auch inden gemeinrechtlichen Gebieten wurde meist im Laufe des neun-zehnten Jahrhunderts das Fahrnispfandrecht in gleichem Sinneneu geordnet 46 . Die Bestimmungen des alten Handelsgesetzbuchesbewegten sich in derselben Richtung 47 . Soweit die Mobiliar-hypothek noch fortbestand, wurde sie durch die Reichsjustizgesetz-
40 Vgl. z. B. Freiburger Stadtr. v. 1520 II, 8 Abs. 1, Württ. L.R. v. 1567II Tit. Von Pfändungen Art. 1, Trierer L.R. XIII § 1 und die zahlreichen b.G o 1 d s c h m i d t a. a. 0. S. 953 Anm. 17—18 angef. handelsrechtlichen Be-stimmungen.
41 Ausschlufs ihrer Geltendmachung gegen den dritten redlichen Besitzerin Breslauer Stat. v. 1577 t. 11 u. Hamb. Stadtr. II 4, 2; vgl. Stobbe-Lehmann § 164 Anm. 35.
42 Urkunde mit Schuldbekenntnis und Verpfändungsklausel nach Const.Saxon. II 23, Solms. L.O. II 14 § 1, Frankf. Ref. II 17 § 2, 12 ff., Lüneb. Ref.II 17 § 5, Preufs. L.R. v. 1620 IV 5 Art. 6 § 1. Richterliche Beurkundung beiGeneralhypotheken nach Frankf.Ref. a. a. 0. § 14. Vgl. Stobbe-Lelimann§ 164 Anm. 37—38, H. Meyer a. a. 0. S. 95 ff.
43 Zulassung pfandfreier Veräufserung der einzelnen Sachen in Nürnb.Ref. v. 1564 XXII 1 § 2, Bresl. Stat. v. 1577 Tit. 11, Frankf. Ref. II 20 § 2 rWurster L.R. IX 21 § 2.
44 So vor allem in der Preufs. Hyp. u. Konk.O. v. 4. Febr. 1722 § 29und (wennschon zunächst nur programmatisch) in der Kursächs. Erl. Pr.O. v.1724 zu Tit. 44 § 2.
43 Preufs. A. L.R. I, 20; Code civ. Art. 2071—2084; Ost. Gb. § 447 ff.;Sächs. Gb. § 466 ff; Zürch. Gb. § 854 ff; Schweiz. O.R. Art. 210 ff., Schweiz.Entw. § 870 ff. (Vorentw. 865 ff).
46 Teils zusammen mit dem Grundpfandrecht, wie in Pfandges. f. Württemb.v. 15. Apr. 1825 u. 21. Mai 1828, Weimar v. 6. Mai 1839, Hessen v. 15. Sept.1858, Hannover v. 14. Dez. 1864, vgl. auch Bayr. Hyp.G. § 3 u. 34, teils inbesonderen Gesetzen, wie Brem. v. 25. Aug. 1848 (dazu Erbe- u. Handf.-O.v. 1860 § 122ff.), Rudolst. v. 6. Juni 1856, Anhalt, v. 13. Apr. 1870, Koburg-Goth. v. 14. Juli 1870, Oidenh. v. 3. Apr. 1876, Braunschw. v. 8. März 1878.
47 Insbesondere Art. 309—311 über das kaufmännische Pfandrecht, dasnur Faustpfandrecht sein kann; aber auch Art. 306—307 und die Vorschriftenüber die gesetzlichen Pfandrechte.