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Viertes Kapitel. Die begrenzten dinglichen Rechte.
institutes die volle liegenscliaftsrechtlicke Übereignungsform, somitAuflassung und vielfach überdies Eintragung oder gerichtlicheBestätigung, erforderlich 12 . Schon früh aber schlofs sich hierandie Ausfertigung einer öffentlichen Urkunde über das Renten-recht (Brief, Handfeste, Zedel, Rentenbrief, Gültbrief, Ewiggeld-brief) an 18 .
V. Inhalt. Die Rente konnte in Naturalleistungen (Korn,Wein) bestehen 14 . Mehr und mehr aber überwogen die Geld-renten 16 . Neben den ewigen Renten, die den regelmäfsigen Inhaltdes Rentenkaufs bilden, wurden auch Leibrenten auf die Grundstückegelegt 16 . Die Höhe der Rente unterlag im Mittelalter der freienVereinbarung 17 . Später schränkte die Reichsgesetzgebung den
133 ff.; Sidler S. 6; Urk. v. 1333 b. Kraut Nr. 32, auch Nr. 4. Bei Erb-leihegütern mufste ursprünglich der Leiheherr mitwirken oder zustimmen;v. Wyfs S. 12, Co sack b. Gerber § 171 Anm. 4. — Über die französ. Be-gründimgsform Egger S. 177 ff.
12 Über die Auflassung Duncker, Reall. S. 70 ff., Z. f. D. R. XI 469 ff.,Stobbe, Z. f. D. R. XIX 186, P.R. Anm. 20, v. Wyfs S. 12 ff., HöpkenS. 124 ff., P a u 1 i IV 27, Rehme S. 50 ff., 114 ff., S i d 1 e r S. 5 ff, Urk. b.Kraut Nr. 1, 2 u. 4. - Über die Eintragung (zum Teil in besondere Renten-bücher) Duncker, Z. f. D. R. XI 479 ff, 482 Anm. 60, Sto b be, Z. f. D. R.XIX 187 ff, P.R. Anm. 21, Neumann S. 224 ff., Rehme a. a. 0., Braunschw.Stat. um 1350 b. Kraut Nr. 5, Solmser L.O. II, 15 § 3. Über gerichtlicheBestätigung Freiburg. Stadtr. v. 1520 b. Kraut Nr. 3.
13 Stobbe, P.R. Anm. 22. ln Bremen war die Handfeste obligatorisch;Höpken S. 184 ff. Ebenso der Rentenbrief nach Solms. L.O. II, 15 § 3.Anders der Gültbrief in Luzern; Sidler a. a. O. S. 6 ff. Über die Ewiggeld-briefe in München vgl. Rehme, Festgabe f. Dernburg, 1900, S. 305 ff. Vgl.ferner Hofstetter a. a. O. S. 20 ff. — Man sagte daher auch: „geld up brevenemen“; Hammerbroeker R, v. 1489 c. 21 b. Ilübbe S. 61.
u Arnold S. 61 ff, 102 ff; Auer S. 135; Huber IV 781. Vgl. noch
R. P.O. v. 1577 Tit. 19 § 3.
16 Bisweilen wurden sogar Naturalrenten verboten; Huber a. a. O. Anm. 30.Über die Umwandlung in Geldrenten oben § 149 S. 732 Anm. 73.
18 Stobbe, Beiträge S. 25 ff.; Urk. v. 1332 b. Lörsch u. SchröderNr. 189 (166); Rehme, Lüb. Oberstadtb. S. 54 u. 57; Sidler S. 9 ff.
17 Der Rentenzinsfufs schwankte im Mittelalter stark; im allgemeinenwar er ursprünglich sehr hoch, so dafs die Rente mit dem zehnfachen, jasechs- bis achtfachen Betrage gekauft werden konnte, sank aber dann stetig,bis der regelmäfsige Kaufpreis das Zwanzigfache wurde; Don an dt II 355 ff.A r n o 1 d S. 220 ff, 232 ff., Stobbe, Z. f. D. R. XIX 216 ff., P.R. Anm. lö’Neu mann S. 251 ff, II öp ken S. 163 ff, Rosenthal S. 100 ff, v. Wyfs
S. 54 ff, Gobbers S. 202 ff, Huber IV 782; Urk. v. 1276-1485 b. KrautNr. 62—68; Städtechroniken I 284 ff, VI 155 ff, 174 ff.