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2 (1905) Sachenrecht
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i§ 149. Rechtsgrundsätze bei Reallasten.

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auch in der neueren Gesetzgebung überwiegend festgelialten 31 .Kur wenige neuere Gesetze und auch sie meist nur für einzelneArten von Reallasten schlossen die Haftung des Besitznachfolgersfür Rückstände ausdrücklich aus 32 . In der Theorie wurde freilichim Zusammenhänge mit der Auffassung der Reallasten alsobligationenrechtlicher oder gemischter Verhältnisse vielfach be-hauptet, dafs überall, wo nicht ausdrücklich das Gegenteil bestimmtsei, der Sondernachfolger für Rückstände aus der Zeit des Yor-besitzers nicht einzustehen habe 33 . Allein aus dem Wesen derReallast folgt vielmehr die umgekehrte Regel 34 . Im Bereiche desneuen bürgerlichen Rechts versteht sich die Forthaftung des Grund-stände geben konnte. Auch wurde frühzeitig die Haftung für rückständigeGrundzinse auf eine bestimmte Zahl von Jahren beschränkt. Vgl. HuberIV 773 Anm. 6. Die von S t o b b e b. Lehmann S. 67 Anm. 8 b für die Be-freiung des Nachfolgers angeführte Frankf. Urk. v. 1401 gehört nicht hierher,da sie von Pachtzins handelt.

31 Worms. Ref. V, 2 t. 2 fol. 106 b, 110 a; Nürnb. Ref. v. 1564 t. 11 c. 2;Zürch. R. v. 1553 b. Rluntsclili, R.G. II 118; Preufs. L.R. v. 1620 IV, 6, 3§ 1 b. Kraut § 111 Nr. 10; Österr. Gb. § 928 u. V. v. 1784; Weimar. G. v.

12. Nov. 1838; Lübeck. V. v. 25. März 1848 § 1; Sachs. Gb. § 510. Ebensogalt die Haftung des Besitznachfolgers für Rückstände nach gemeinemSachsenrecht; Emminghaus S. 131 Nr. 122, 127, 130. Eine Haftung desSondernachfolgers nur für dreijährige Rückstände bestimmt die Altenb. V. v.

13. Dez. 1858, für zweijährige das Braunschw. E.E.G. v. 8. März 1878 § 19.Nach manchen Gesetzen haftet auch derjenige, der das Grundstück in derZwangsversteigerung erwirbt; Nürnb. Ref. u. Altenb. V. a. a. O. Nach Sächs.Gb. § 510 ist er frei. Vgl. Stobbe b. Lehmann § 139 Anm. 9.

32 So Bayr. L.R. II c. 10 § 4; vgl. Roth, Bayr. C.R. § 171 Anm. 9 ff.;jedoch haftet der Nachfolger für Rückstände beim Ewiggelde und nach Ges.v. 12. Apr. 1884 Art. 8 bei Landeskulturrenten. Bad. L.R. Art. 710 f li u.710 c v bei Gülten und Zehnten. Zürch. Gb. § 310 (760); jedoch haftet beiGrundzinsen und ebenso nach § 322 (772) bei Gülten der jeweilige Besitzersubsidiär für drei Rückstände.

33 So Eichhorn § 166 Anm. c, Mittermaierl§ 174 Anm. 40ff.,Maurenbrecher § 131 Anm. 2, Gerber § 171 Anm. 3, Beseler § 96 III b,Walter § 151 Anm. 45, Bluntschli § 90 Z. 3, Stobbe § 102 Anm. 7;Wächter, Erört. S. 127 ft., Württ. P.R. I 622, Unger I 563 Anm. 33, Al-breelit, Krit. Jahrb. a. a. O. S. 310 ff., II ä b erlin S. 162 ff., FriedliebS. 330 ff., v. Meibom S. 506ff.; für das kurhess. R. Platner, Sachenr. § 63Anm. 6; für das preufs. R. Förster § 188 Anm. 37; Entscli. b. Seuff. VNr. 215, XXXV Nr. 145.

34 So auch Runde, Leibzucht S. 451 ff., Duncker, Reall. § 36,Renaud S. 84 ff., 9511., Gengier S. 306, Re y sch er, Württ. P.R. I § 255;für das preufs. R. Eccius b. Förster § 188 Anm. 46, Dem bürg § 305Anm. 6; Seuff. XVII Nr. 85, XXI Nr. 65. Gegen jede allgemeine Regelerklärt sich Lehmann b. Stobbe S. 68.