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2 (1905) Sachenrecht
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Drittes Kapitel. Das Eigentum.

Teilenteignung, so ist auch die Wertminderung in Anschlag zubringen, die das Restgrundstück infolge der Enteignung erleidet 10 °.Die blofse Möglichkeit künftig eintretender Nachteile oder Vor-teile dagegen wird nicht beachtet 101 . Aufser Ansatz bleibt auchdie Werterhöhung, die das abzutretende Grundstück erst infolgeder Anlage, für die enteignet wird, erlangt, 102 . Dafür brauchtaber auch im Falle der Teilenteignung der Enteignete sich dieWerterhöhung nicht anrechnen zu lassen, die vermöge der vondem Unternehmen zu erwartenden Vorteile für sein Grundstückeintrittüü?. Denn mögen nun diese Vorteile allgemeiner oder be-

S. 272 ff., Rohland S. 70, Prazäk S. 155, Eger I 148 ff, Layer S. 518;Sachs. G. § 22 Abs. 2.

100 Thiel S. 30 ff, Grünhut S. 102* Rohland S. 69 ff., Prazäk S. 151,Lay er S. 514 ff., Eger I 179 ff., 183 fl., Sey de 1 S. 637 ff., Scheicher, Komm.S. 282 ff.; Preufs. G. § 8 Abs. 2, Bayr. Art. 5, Sachs. § 22, Wurth Art. 11,Bad. § 10, Lüb. § 11, Mein. Art. 10, Sondersh. § 12. Als Wertminderungkommen auch die durch die Enteignung mittelbar verursachten Nachteile inBetracht, die für das Restgrundstück durch die Einwirkung des Unternehmens,für das enteignet wird, entstehen, mögen sie auch benachbarte Grundstücke,die nicht enteignet sind, genau so treffen; R.Ger. VIII Nr. 73 S. 262 ff., XIIINr. 57, XLIV Nr. 78, h. Seuff. XL Nr. 114, XLVI Nr. 195; unrichtigR.Ger. II Nr. 65. Bei der Enteignung zur Ausführung eines Bebauungsplansmufs eine erst durch diesen entzogene Bebaubarkeit berücksichtigt werden;

R. Ger. XXVIII Nr. 59; anders XVII Nr. 40. Vgl. noch Seuff. XXXI Nr. 42,

XXXIV Nr. 222, XXXV Nr. 216, R.Ger. XXX Nr. 85, XXXI Nr. 87, XLI Nr. 70.

101 Treichler S. 151, Häberlin S. 187 ff, Meyer S. 273 ff., Thiel

S. 23, Rohland S. 72, Prazäk S. 155, Beseler Anm. 17, Roth S. 246,Stohhe Anm. 62, Dalcke S. 51 ff, 60 ff, Eger I 150 ff.; Seuff. V Nr. 178,VII Nr. 323, XXII Nr. 150, XXIX Nr. 34, XXXI Nr. 337, XXXIV Nr. 47,

XXXV Nr. 33, R.Ger. VII Nr. 73 S. 264 ff., VIII Nr. 55; Bad. G. § 8 Ahs. 3.i °2 p r eufs. G. § 10 Ahs. 2, Bayr. Art. 9, Württ. Art. 10, Bad. § 8 Abs. 2,

Lüb. § 10, Hamb. § 6 u. viele andere Ges.; Grünhut S. 106, Praääk S. 160,Eger I 269 ff, Dalcke S. 65, Schelcher, Rechtsw. S. 276 ff., LayerS. 538 ff

103 So ausdrücklich Oldenb. G. Art. 9 Nr. 6, Meining. Art. 13 u. andere thüring.G. b. Rohland S. 90 Anm. 17, früheres Lüh. § 7. Die meisten Gesetze schweigen.Dann ist die Vorteilsanrechnung ausgeschlossen. So Treichler S. 156 ff,Häberlin S. 190 ff., G. Meyer S. 290 ff., Rösler S. 47, Grünhut a. a. p.S. 102, Trazäk S. 167 ff., Rohland S. 81 ff., Stobbe Anm. 63, Dernburg§ 34 Anm. 13, Dalcke S. 66, Layer S. 548 ff., Köhler, Encyklop. I 608;Seuff. XXIII Nr. 143, R.Ger. b. Gruchot XXXII 714, C.S. LIII Nr. 48, miteingehender Begründung neuestens LVIII Nr. 57. Dagegen wird von Vielendie Vorteilsanrechnung grundsätzlich für gerechtfertigt erklärt. Doch nurselten, wie von Eger I 202 ff, unbeschränkt. Die Meisten wollen nur die fürdas Restgrundstück erwachsenden besonderen, nicht die allgemeinen Vorteileanrechnen; so Thiel S. 31 ff., Grünhut S. 124 ff., Purgold, Arch. f. prakt.