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2 (1905) Sachenrecht
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Drittes Kapitel. Das Eigentum.

privatrechtlicken Inhalt 59 . Doch ist es kein dingliches Recht 0 ' 0 .Es ist vielmehr ein Persönlichkeitsrecht 01 .

VI. Enteign et er.Enteigneter (Expropriat) ist der-jenige, dessen Privatrecht von der Enteignung betroffen wird. Ent-eigneter kann jedes Rechtssubjekt sein. Auch der Staat selbstkann enteignet werden, wenn ein anderer Enteigner zur Ausführungseines Unternehmens eines im Staatseigentum stehenden Grund-stücks bedarf 02 * * S. * * .

VII. Gegenstand. Den Gegenstand der Enteignung kannjedes private Sachenrecht au Grund und Boden bilden. An Ver-äufserungsverboten und sonstigen Verfügungsbeschränkungen findetdie Enteignung kein Hindernis 08 . Auch öffentliche Sachen jederArt unterliegen der Enteignung 64 ; nur richtet die Enteignung als

werde. Zutreffend spricht Seydel S. 628 ft, von einemEnteignungsanspruch.Vgl. auch Rohland S. 13, Lay er S. 320 ff., Siichs. G. § 9.

69 Dagegen erklärt es Lay er S. 330 ff. für ein subjektives öffent-liches Recht gegen den Expropriaten.

60 Für eindingliches Aneignungsrecht erklärt es Lehmann b. StobbeII 1 S. 519. Vgl. dagegen Seydel S. 628.

61 Darum ist es höchstpersönlich und nicht übertragbar; Bähr undLangerhans S. 13, Eger S. 42 ff., Erk. des R.Ger. v. 12. Juni 1883 beiEger S. 42. Manche Gesetze gestatten eine Übertragung mit Genehmigungder Verleihungsbehörde (so Lüh. § 5) oder durch die Verleiliungsbehörde (soSächs. § 5). Das staatliche Enteiguungsrecht behufs Denkmalsschutzes inHessen ist auf Gemeinde, Kreis oder Provinz übertragbar; G. v. 16. Juli 1902Art. 19 u. 30. Verwirkung durch Niclitgehrauch und Entziehung kennt dasSächs. G. § 12.

63 A. M. Treichler S. 140. Vgl. aber Häberlin S. 175, G. Meyer

S. 262, Rohland S. 18, Prazäk S. 75, Grünhut S. 78, O. Mayer S. 22;Rudolst. Ges. v. 1860 § 3; Sondershaus. Ges. v. 1844 § 6; Sächs. Ges. v. 3. Juli1835 § 11; Dalcke S. 3 Anm. 1, Eger I 13, Fuchs zu Rad. Ges. § 1 S. 12,

Schelcher, Komm. S. 52. Dagegen wird, wenn der Staat selbst der Ent-eigner ist, Staatseigentum nicht enteignet, sondern nur zu anderer Verwendungüberwiesen; Eger a. a. 0.

63 Gleichviel, oh es sich um privatrechtliche oder öffentlichrechtliche Be-schränkungen handelt. Somit steht auch die Eigenschaft als Lehn, Stammgutoder Familieufideikommifs, als Kirchengut oder Gemeindegut nicht entgegen.Ebensowenig ein gesetzliches Teilungsverbot. Vgl. Grünhut S. 75, G. MeyerS. 262, Laband S. 175, Rohland S. 18, Prazäk S. 72, Dalcke S. 47Anm. 13, Eger I 13; Bayr. G. Art. 1, Sächs. § 8, Bad. § 2, Hess. Art. 70,Sondershaus. § 3, Hamb. § 11.

64 A. M. Grünhut a. a. 0. 76 ff., Handwörterb. S. 630 ff.; Rösler § 196Anm. 5; 0. Mayer S. 23 ff.; Layer S. 590 ff. Vgl. aber Rohland S. 19 ff.,Prazäk S. 75 ff., G. Meyer, Behrends Zeitschr. a. a. 0. S. 571, Roth S. 237Anm. 18, Stobbe Anm. 29, Eger I 13, Fuchs zu Bad. G. § 2 Bern. 111.Nur beschränkt nach Sächs. G. § 7 Abs. 4.