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Drittes Kapitel. Das Eigentum.
auf Beherrschung der Sache im Gauzen gerichtet ist. Ihm gegen-über erscheinen alle anderen Sachenrechte, weil sie die Sachenur in bestimmten Beziehungen ergreifen, als begrenzte dinglicheRechte.
Dieser Gegensatz ist ungleicher Ausgestaltung fähig und hateine nach Völkern und Zeiten mannigfach verschiedene Prägungerfahren. Infolge hiervon hat auch der Eigentumshegriff seine Ge-stalt gewechselt 2 .
Schriften von Kr. Stein, Itiickert u. v. Dniin und die in Anm. 1 zu § 117angef. Schrift vonßeyerle. Ferner: Arnold, Zur Geschichte des Eigentumsin den deutschen Städten, Basel 1861. Gierke, Gen.R. II137ff. Rosenthal,Zur Geschichte des Eigentums in der Stadt Würzburg, Würzburg 1878.Halban-Blumenstock, Entstehung des deutschen Immobiliareigentums,Bd. I, Innsbruck 1894. Heusler, Inst. II § 47 ff. v. Amira, Recht S. 150 fl'.Huber IV § 150 ff. Schröder, R.G. S. 274 ff, 710 ff. Dazu E. Laboulaye,Histoire du droit de propriete foncRre en Occident, 1839. Arnold, Kulturund Recht der Römer, Berlin 1868, S. 171 ff. II. des Marez, Etüde sur lapropriete fonciere dans les villes du moyen-age et spdcialement en Flandre,Gand 1898. — Von den Darstellungen des deut. P.R. vgl. bes. Beseler §80ff.,Gengier § 40 ff, Roth III § 230ff, Ge r h er-C o sack § 70 ff., Stobbe II§ 78 ff., Stohbe-Lehmann II § 94 ff. — Von der romanistischen Literatur:K. Seil. Römische Lehre des Eigentums nebst Einleitung, 1852. Pagen-stecher, Die römische Lehre vom Eigentum in ihrer modernen Anwendbarkeit,1857—1859. Girtanner, Jahrb. f. I). III (1860) S. 58 ff. Pflüger, Arch.f. c. Pr. LXXVIII (1892) S. 389ff. R anda, Das Eigentumsrecht, I (2. Auf!.),Leipzig 1893. Windscheid, Tand. I § 167 ff. Dernburg, Pand. I § 192 ff.Graf Pininski, Begriff und Grenzen des Eigentumsrechts nach röm. R., Wien1902. Vgl. auch Landsberg, Die Glosse des Accursius und ihre Lehre vomEigentum, Leipzig 1883. R. Maschke, Das Eigentum im Civil- und Straf-recht, Berlin und Leipzig 1895. — Über das preufs. R. Dernburg I § 215 ff.u. Förster-Eccius III § 166 ff. — Über das österr. Randa a. a. O. u.Krainz I § 192 fl'. — Über das württemb. Lang § 15 ff. — Über das französ.Zachariae-Crome I § 166 ff. (früher § 193 a ff.). — Über das schweizer.Huber III § 75 ff. — Über das Recht des B.G.B. Endemann II § 68 ff,Co sack § 195 ff., Dernburg III § 61 ff. Dazu Stammler, Eigentum undBesitz, Handwörterb. der Staatsw. III 302 ff.; Schlofsmann, Über den Be-griff des Eigentums, .lahrb. f. D. XLV 289 ff. — Von der volkswirtschaftlichenLit. hes. A. Wagner, Allgemeine oder theoretische Volkswirtschaftslehre I,2. Aufl. 1879, S. 502 ff.; A. Samt er, Das Eigentum in seiner sozialen Be-deutung, Jena 1879; v. Scheel, Eigentum, Handwörterbuch der Staatswiss.III 294 ff.
2 Auch das Eigentum ist eine historische, keine logische Kategorie. Ausrömischer Auffassung geschöpft und für uns unbrauchbar sind die Definitionen,nach denen das Eigentum ein „an sich“ schrankenloses oder absolutes undausschliefsliches Recht ist (z. B. Arndts § 130, v. Vangerow I § 295Anm. 1, Wind scheid I § 167, Gerber § 76) und daher alle Eigentums-