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2 (1905) Sachenrecht
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§ 114. Der Besitz.

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Persönlichkeitsrechten, auch wenn sie nicht verliegenschaftet sind,anerkannt 68 . Ebenso an ständigen Forderungsrechten 69 . DerRechtsbesitz wurde so, wenn ihm auch das BeiwortQuasi ver-blieb, zu einem allgemeinen und regelrechten Institut erhoben 70 .

Als solches nahmen ihn die grofsen Gesetzbücher auf. Siebehandeln den Rechtsbesitz als wahren Besitz und lassen ihn inweitem Umfange zu 71 . Namentlich führt das Preufsische Land-

Meischeider S. 420, dagegen vom R.Ger. XXXI Nr. 35 in Frage gestellt.Eher wurde noch Besitz an Elternrechten angenommen; Bruns S.422Anm.3,Seuff. IV Nr. 120, Dernburg, Preufs. P.R. § 160 S. 361.

68 So für Zustandsrechte (wie Adel, Familienstand, Staats- und Gemeinde-angehörigkeit, früher auch Freiheit), Würden und Ehrenrechte, Gewerberechte,Rechte an Namen und Zeichen, Urheber- und Erfinderrechte. Desgleichenfür die aus Verbandspersönlichkeit und Verbandsmitgliedschaft fliefsendenRechte, wie Ämterbesetzungsrechte (Seuff. VIII Nr. 14 u. 232), Amtsrechte,Wahlrechte, Kirchenstuhlsrechte (Seuff. XI Nr. 272 u. XXVI Nr. 103). Vgl.Bruns S. 383 ff., 407 ff., 483 ff.; Falck IV 49; über Besitz an Namen-,Zeichen-, Urheber- und Erfinderrechten auchBekker, Zur Reform desBesitz-rechts S. 119 ff., Ran da S. 661 ff.; über Zeichenbesitz oben Bd. I 735; überErfindungsbesitz ebenda S. 884 ff.; über Patentbesitz ebenda S. 880 u. Zoll,Z. f. d. P. u. ö. R. d. G. XXI 553 u. 570 ff.

69 Anerkannt an Gehaltsansprüchen von öffentlichen Beamten (Seuff. INr. 161, III Nr. 99) und Privatbeamten (ib. XIII Nr. 32, XXII Nr. 233, XXIIINr. 32), an Forderungen auf wiederkehrende Leistungen gegen Verbands-personen oder Personenklassen (ib. VII Nr. 269, IX Nr. 126, XII Nr. 340, XIIINr. 127, XVI Nr. 5, XIX Nr. 55, XXXVII Nr. 96), an nicht radizierten Renten(R.Ger. XXVI Nr. 26 S. 143 ff.). Weiterer Ausdehnung ist die Praxis ab-geneigt (S e u f f. I Nr. 183, 223, XXXVII Nr. 191). An sich ohne Grund!Doch wollen auch unter den Verteidigern des Forderungsbesitzes BrunsS. 480 ff. u. Seuffert, Pand. § 113, nur bei Forderungen, die an dauerndepersonenrechtliche Verhältnisse geknüpft sind, Stobbe II 38 (233) nur beiForderungen, die auf dauernden persönlichen Herrschaftsverhältnissen be-ruhen, einen Besitz annehmen. Vgl. dagegen Windscheid II § 464 Anm.4u. R a n d a S. 647 ff. (W i n d s c h e i d erstreckt den Besitz auch auf Zinsforde-rungen, hinsichtlich deren Randa S. 659 ff. ab weicht).

70 Vgl. Bayr. L.R. II c. 5 § 2, das den Rechtsbesitz in weitestem Um-fange, insbesondere auch bei Zustandsrechten (I c. 3 § 4, Bruns S. 426) undallen ständigen Forderungsrechten (Roth, Bayr. C.R. § 130 Anm. 34, D.P.R.§ 226 Anm. 67, 68 u. 70) anerkennt, gleichwohl aber alsQuasibesitz be-zeichnet.

71 So auch Code civ. Art. 2228 (dazu Art. 320321 überpossessiondetat), wenngleich die Besitzklagen nur zum Schutze gewisser Dienstbarkeitengewährt werden; Bruns S. 444, Zachariae-Crome § 159. Vgl. Schweiz.Gb. b. Huber III 109 ff. Dagegen erwähnt das Sächs. Gb. den Rechtsbesitznur bei Dienstbarkeiten (§ 530 u. 602) und schliefst ihn bei Reallasten aus-drücklich aus (§ 512).

Binding, Handbuch. II. 3. II: Gierke, Deutsches Privatrecht. II.

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