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2 (1905) Sachenrecht
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§ 103. Einzelsachen.

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an Bäumen blieb mehrfach, anerkannt 9 . Im gemeinen Recht wardies ausgeschlossen 10 .

c) In eigentümlicher Anwendung verwertete das deutsche Rechtden Begriff eines nach körperlichen Bestandteilen gesonderten Eigen-tums bei der Ausbildung des Stockwerkseigentums (Geschofs-eigentums, Herbergrechts, Kellerrechts) * 11 , das im Mittelalter seln-verbreitet war 12 und sich in einer Reihe von Landesrechten er-hielt 13 . Hier stehn die einzelnen Stockwerke eines Gebäudes oderauch einzelne Gelasse, Stuben, Keller usw. in verschiedenem Eigen-tum 14 . Mit dem Sondereigentum der Einzelnen an den von ihnen

9 So nach Preußs. A. L.R. I, 22 § 199, 200, 243245, französ. u. bad. R.,württ. R. (an Obstbäumen), mehreren Schweiz. R. (Huber III 240ff., IV 695ff.;in Bern durch Ges. v. 24. Okt. 1849 loskäuflich gemacht).

10 Stobbe-Lehmann § 95 Z. 4; Randa I § 9 Anm. 58, § 14 Anm. 1;Seuff. LI Nr. 2.

11 Kuntze, Die Ivojengenosseuschaft und das Stockwerkseigentum,Leipzig 1888, S. 5 ff., 43ff. Ackermann, Über Stockwerkseigentum, insbes.nach preufs. R., Göttingen 1891. R. Schröder a. a. 0. S. 24ff. v. Kraufs,Württ. Areli. XII 329 ff. Mandry, ebenda XIII 198 ff. Köhler, Ges.Abh.S. 180 Aum. *. Bluntschli, D. P.R. § 57. Roth, Bayr. C.R. II 56 ff.,D. P.R. III 160 ff. Stobbe-Lehmann II § 95 Z. 2. Zacliariae-Crome1 487 ff. Huber III 241 ff.

12 Schon seit dem 12. Jahrli.; vgl. Stobbe a. a. O. Anm. 4, Schrödera. a. O. S. 27 Anm. 1, Huber IV 695 Anm. 9.

13 Code civ. Art. 553 u. 664. Bad. L.R. Art. 553 u. 664. Nürnb. lief. v.1564 XXVI 10 und viele bayr. Statutarrechte, vgl. Roth a. a. 0., Seuff. XXINr. 99, XXXVI Nr. 106, XLVI Nr. 85. Württ. R.; v. Kraufs a. a. 0. S. 347 ff;Kuntze a. a. 0. S. 48 ff.; Seuff. VII Nr. 176, XVIII Nr. 242, XXIV Nr. 239u. 299, XLVII Nr. 107. Saclisen-Meining. R.; Heimbach, Rechtslex. IX 498.Viele Schweiz. R.; Huber III 241 ff. In Frankfurt a. M. erhielt sich trotz desVerbots der Ref. v. 1578 VI, 4 § 6 wenigstens das Sondereigentum an Fleisch-bänken (Schirnen); Seuff. IX Nr. 264. Abgescliaff't, jedoch zum Teil unterSchonung bestehender Rechtsverhältnisse, wurde das Stockwerkseigentum inRegensburg 1657, Würzburg 1722, Nassau 1827, Weimar 1841, Rudolstadt 1858,Koburg 1869. Ebenso in Baselstadt 1881 und in Zürich durch Weglassung des§_549 in der neuen Fassung des Gl). Auch in Österreich besteht älteresStockwerkseigentum fort; zum Teil (bes. in Böhmen u. Salzburg) blieben auchdie Verbote des B.G.B. § 417ff. und der Ges. v. 1874 u. 1879 erfolglos; vgl.Randa § 1 Anm. 30, § 9 Anm. 57, Ivrainz I § 91. Das Preufs. L.R. kenntkein Stockwerkseigentum; die Praxis hat aber geschwankt; Ackermanna. a. 0. S. 28 ff.

14 Ausdrücklich anerkannt ist das gesonderte Eigentum im französ. u.bad. R.; vgl. Il.Ger. XXIV Nr. 69, für Rheinhessen A.G. z. B.G.B. Art. 216219.Ebenso in der bayr. Praxis; Obst.L.G. f. Bayern b. Seuff. XXXVI Nr. 106,XLVI Nr. 85. Desgl. in Württ. seit Pl.Besclil. des O.Trib. v. 1869 b. Seuff.XXIV Nr. 239. Vgl. auch O.A.G. Lübeck b. Seuff. IX Nr. 264. Dazu Hess.