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1 (1895) Allgemeiner Teil und Personenrecht
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§ 80. Gemeinschaften zur gesannnten Hand.

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Seilschaft 37 und folglich auch, obsehou sie einer Körperschaft zumVerwechseln ähnlich sieht, die Kommanditgesellschaft aufAktien 38 .

Eine eigenartige Ausprägung hat das Prinzip der gesammteu Handin der seerechtlichen Gesellschaftsform der Rheder ei empfangen 30 .

Auch in die Gesellschaft des bürgerlichen Rechtesführen ältere und neuere Landesgesetze von Rechtswegen die gesammte

sckafter in ihrer Verbundenheit, als Personenverbindung oder Personeneinheit, alskollektives Ganze u. s. w. zur gesellschaftlichen Rechtsträgerschaft beruft; Gierkea. a. 0. S. 464 ff., bes. R.O.H.G. II 39, VI 417, XIV 5, XXIV 160, XXV 279,R.Ger. VIII 92, XI 115 ff., XV Nr. 26, XIX Nr. 36, XXX Nr. 11, Seuff. XLINr. 35, XLVII1 Nr. 275. Doch erblicken einerseits Manche noch immer injeder Handelsgesellschaft eine juristische Person (vgl. die b. Gierke a. a. 0. S. 50Anm. 2 Angeführten, sowie Kollier, Markenschutz S. 235 ff. u. Z. f. d. P. u. ö. R.d. G. XIII 8, u. Eccius, Z. f. d. g. II.R. XXXII 1 ff.) oder doch einerelativejuristische Person (Dahn, Ilandelsr. Vortr. S. 11 ff., Gar eis, II.R. § 29, Gar eis u.Fuchsperger, Komm. S. 210 ff), eine Auffassung, die auch in der Praxis oft sichgeltend macht (vgl. Gierke a. a. 0. S. 84 Anm. 4, 49 Anm. 3 u. 466 Anm. 1, seitdemz. B. R.Ger. XVI 2 u. 3, 1718, XXV 252 ff, Seuff. XLV Nr. 164, XLIX Nr. 171),überwiegend aber verworfen wird (Gierke a. a. 0. S. 48 Anm. 13, seitdemR.Ger. XVII 365 u. 368, XVIII 140, XIX 193 ff, XXX Nr. 46, XXXI 83 ff, Seuff.XLII Nr. 127, XLIII Nr. 43, XLVI Nr. 205 u. 206, XLVIII Nr. 194). Andrerseitshalten Viele an dem römischen Sozietätsbegriff fest (Gierke a. a. 0 S. 49 Anm. 1)oder verlegen doch, indem sie die personenrechtliche Verbundenheit leugnen oderübersehen, alle Besonderheiten der Handelsgesellschaft in die objektive Einheit desGesellschaftsvermögens (Gierke a. a. 0. S. 462 ff, dazu Bekker, Pand. I 216, u.K. Adler a. a. 0. S. 70 ff). Ueber und wider die vonLaband, Z. f. d. g. II.R.XXX 503 ff. u. XXXI 1 ff., versuchte neue Konstruktion vgl. Gierke a. a. 0. S. 438 ff.

37 Die Kommanditgesellschaft des geltenden deutschen Rechtes ist, obschonihre geschichtlichen Wurzeln anderswo liegen, nur eine Abart der offenen Handels-gesellschaft. Vgl. Renaud, Das Recht der Kommanditgesellschaften, Leipz. 1881;Wendt in Endemanns Handb. I § 96 ff.; Behrend, II.R. I § 86 ff.; Cosack,II.R. § 88; Gierke a. a. 0. S. 51, 453 ff. u. 460; R.Ger. XXXII Nr. 110. Alle inder vor. Anm. erwähnten Streitfragen beziehen sich daher auch auf sie. Nur bis-weilen taucht die Meinung auf dafs bei ihr ein stärkeres Bedürfnifs zur Annahmeeiner selbständigen Persönlichkeit vorliege; so v. Völderndorff, Komm, zum

R. Ges. v. 18. Juli 1884, Erl. 1884, S. 16; vgl. auch Seuff. XXXIX Nr. 321.

38 Renaud a. a. 0. S. 110 ff, Primker in Endemanns Handb. I 686 ff.,Goldschmidt, Syst. § 6365, Gierke a. a. 0. S. 52 ff, 455 u. 461. Dagegenerblickt Endemann, II.R. (4. Aufl.) § 76 III, in ihr eine Körperschaft. Andereerklären die Kommanditistengesammtheit für eine besondere juristische Person; soKuntze, Z. f. d. g. II.R. VI 240, Cosack, II.R. § 100, u. früher Stobbe I§ 58 IV (in 2. u. 3. Aufl. zweifelnd). Eine Körperschaft, weil Abart der Aktien-gesellschaft, ist dieKommanditaktiengesellschaft des Schweiz. O.R. Art. 676.

39 Lewis in Endemanns Handb. IV 54 ff., Das deut. Seerecht (2. Aufl.)

S. 62 ff; R. Wagner, Handb. des Seerechts I 188 ff.; Cosack, II.R. § 90;